Harte Auslosung im DFB-Pokal: Macho und Lexa bekommen es mit den Bayern zu tun!

Bayern selbstsicher: Müssen nächste Runde erreichen <b>PLUS:</b> Alle Infos - Tabelle, Umfrage und Meinung!

Der österreichische Fußball-Teamtorhüter Jürgen Macho und sein Landsmann Stefan Lexa bekommen es mit ihrem 1. FC Kaiserslautern in der zweiten DFB-Cup-Runde am 24./25. Oktober auswärts mit Titelverteidiger und Double-Gewinner Bayern München zu tun. Die Auslosung bescherte dem Zweitligisten aus der Pfalz, der nach drei Runden mit sechs Punkten auf Tabellen-Platz acht liegt und bei Hansa Rostock antritt, damit die schwerste denkbare Aufgabe.

Mit Borussia Dortmund gegen Hannover 96 steht nur eine Erstliga-Begegnung auf dem Cup-Spielplan. Reizvoll ist zudem die Neuauflage des West-Schlagers zwischen dem 1. FC Köln und Schalke 04. Ein echter "Kracher" blieb aus, hauptverantwortlich dafür sind sicher auch die Erstrunden-Pleiten der Oberhaus-Klubs Werder Bremen, Hamburger SV, FSV Mainz 05, Arminia Bielefeld und Energie Cottbus.

Bayern-Trainer Felix Magath ließ nach dem überraschenden 1:2 bei Arminia Bielefeld keinen Zweifel, was er im Duell mit Kaiserslautern erwartet: "Da müssen wir die nächste Runde erreichen." Die Teams standen sich im DFB-Cup-Finale 2003 in Berlin gegenüber. Damals behielten die Bayern gegen die Pfälzer mit 3:1 die Oberhand.

Für mehr Kopfzerbrechen sorgte im Bayern-Lager der Wadenbeinbruch des englischen Nationalspielers Owen Hargreaves. "Das ist fatal", kommentierte Kapitän und Torhüter Oliver Kahn. "In dieser Phase der Saison ist das ein schwerer Verlust", bemerkte auch Trainer Felix Magath. "Schon in Bielefeld ist unser Spiel nach seinem Ausscheiden schwächer geworden."

Bedenklicher als bei den Bayern ist die Stimmung in Hamburg und Bremen. Beide Teams leisteten sich binnen einer Woche drei Niederlagen in drei Wettbewerben. Deshalb wird das vermeintliche Spitzenspiel zwischen dem HSV und Werder am kommenden Wochenende zum Krisengipfel. Statt Wiedergutmachung für das peinliche Cup-K.o. bekamen die Fans Erschreckendes zu sehen. Fahrlässig verspielten die Bremer bei der 2:3-Heimpleite gegen den VfB Stuttgart eine 2:0-Führung.

Nicht minder groß war die Enttäuschung in Hamburg. "Jetzt gibt es Gegenwind", mutmaßte Trainer Thomas Doll im Anschluss an das 0:1 in Dortmund. Nach acht Pflichtspielen ohne Sieg ist der runderneuerte Kader vom geplanten Kurs abgekommen.

Als Mannschaft der Stunde entpuppt sich stattdessen ein Team, das als Abstiegskandidat Nummer 1 gehandelt wurde. Unbeeindruckt vom Cup-Aus in Essen zog Außenseiter Energie Cottbus mit einem 2:0 über Mainz in der Tabelle sogar mit den Bayern gleich. Auch in Nürnberg bereitet der Blick auf die Tabelle weiterhin Freude. Zwar verpassten die Franken beim 1:1 gegen Bochum den neunten Heimsieg in Serie, stehen aber noch immer an der Spitze.

Einen Einstand nach Maß feierten die neuen Trainer in Hannover und Aachen. Dieter Hecking hauchte seinem Team auf der 96-Bank beim 2:1 in Wolfsburg neues Leben ein und hatte mit der Begnadigung des zweifachen Torschützen Thomas Brdaric ein glückliches Händchen. Michael Frontzeck gewann gleich im seinem ersten Spiel als Chefcoach eines Bundesligisten mit einem 4:2 über seinen ehemaligen Klub Borussia Mönchengladbach die Herzen der Alemannia-Fans.

(apa/red)