Happy Feet von

Ist er gefressen worden?

Bis vor wenigen Tagen übermittelte ein Sender die Position. Plötzlich herrscht Funkstille.

Happy Feet - Ist er gefressen worden? © Bild: APA/NIWA

Happy Feet ist verschwunden. Seit Freitag fehlt von dem Kaiserpinguin jede Spur, wie die Firma Sirtrack mitteilte. Gut möglich sei, dass er gefressen wurde. Ein Sender des Unternehmens übermittelte bis zu Happy Feets verschwinden seine Position. Zuvor war er von einem Forschungsschiff auf die Heimreise geschickt worden, nachdem er sich nach Neuseeland verirrt hatte und dabei fast gestorben wäre.

Der Sender kann Daten nur von der Wasseroberfläche übermitteln. Für die Funkstille gibt es dahert zwei Erklärungen: "Entweder ist der Sender abgefallen oder etwas anderes hat Happy Feet davon abgehalten aufzutauchen", teilte die Firma Sirtrack mit, die auf die Satellitenüberwachung von Tieren spezialisiert ist. Die Befürchtung vieler Happy-Feet-Fans wagt die Firma nicht offen anzusprechen: Der Pinguin könnte von einem Wal oder einem anderen Meerestier gefressen worden sein. Möglich sei das schon, sagte Mitarbeiter Kevin Lay auf Nachfrage des Nachrichtenportal stuff.co.nz: "So funktioniert die Welt eben."

Pinguine sind zwar hervorragende Taucher, doch müssen sie alle paar Minuten zum Atmen an die Oberfläche. Kaiserpinguine schaffen höchstens 18 bis 20 Minuten unter Wasser. Der Sender war nur mit Klebstoff im Federkleid befestigt. Er sollte bis zur nächsten Mauser halten, könnte aber durch Salzwasser und Wellen auch abgefallen sein.

Happy Feet hatte sich im Juni an einen Strand in der Nähe der Hauptstadt Wellington verirrt, 3.000 Kilometer von seiner Heimat entfernt. Er fraß in seiner Verwirrung Sand, wurde krank und musste im Zoo aufgepäppelt werden. Am 4. September brachte ein Forschungsschiff ihn in die Nähe der Campbell-Insel südlich von Neuseeland und setzte ihn dort aus. Er hatte noch 2625 Kilometer vor sich.

Pinguin schwimmt in falsche Richtung
Besonders zielstrebig schwamm Happy Feet nicht. Er schaffte in acht Tagen keine 100 Kilometer und bewegte sich zuletzt eher Richtung Osten statt Süden. Die Happy-Feet-Beobachter setzten auf Zuversicht: "Wir hoffen, dass Happy Feet auf dem Weg nach Hause ist", hieß es bei Sirtrack. "Wir glauben, dass der Sender abgefallen ist", schrieben Mitarbeiter der Webseite ourfarsouth.org, die die Satellitendaten über Happy Feets Fortkommen live eingespeist hat. "Wir müssen noch ein paar Tage abwarten. Vielleicht werden wir dann angenehm überrascht."

Die Route von Happy Feet bei Sirtrack

Kommentare

So was Blödes! Nicht ihn zu retten, meine ich, sondern ihn dann 2000 km weit weg von seiner Heimat auszusetzen und zu denken, dass dieses Tier, das offensichtlich orientierungslos ist, sonst wäre er nicht so weit weg gefunden worden, sofort 2000 km dorthin schwimmt, wo er hingehörte.
Er war jedenfalls gescheiter, als die Menschen, denn er wollte ohnehin nicht vom Schiff runter! Erst so ein Aufwand und dann so was Blödes!

big deal ... da wird wohl ein Orca einen Gabelbissen zum Frühstück gehabt haben.
Wer kommt für die gesamten Kosten einen Kaiserpinguin gerettet und auf den Südpol gebracht zu haben, auf?
Ich denke, solange die Menschheit keine geringeren Probleme hat, als enorme Summen für die Rettung eines einzelnen Pinguins auszugeben, brauchen wir uns auch nicht um die Rettung von hundertausenden verhungerter Kinder zu kümmern. Traurig, aber leider wahr.

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Aufgefressen ! Viel Zeit und Geld für so einen Blödsinn aufgewendet.

freud0815 melden

Re: Aufgefressen ! vielleicht wackelt er auch zurück zum zoo-hat sich an einen wal angehängt und versucht heimzukommen

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