Happy End für Landeshauptmann Voves:
SPÖ behauptet bei Steiermark-Wahl Platz 1

Vorläufiges Endergebnis: ÖVP geschlagener Zweiter FPÖ starker Dritter - Könnte Königsmacher spielen<br>Grüne & KPÖ bleiben im Landtag. BZÖ scheitert klar

Wie schon in Salzburg ist es der SPÖ auch in der Steiermark gelungen, den erstmals errungenen Platz eins zu verteidigen. Bei der Landtagswahl vom Sonntag erlitten die Sozialdemokraten mit Landeshauptmann Franz Voves zwar Einbußen, hielten sich aber vor der ÖVP, die mit ihrem Spitzenkandidaten Hermann Schützenhöfer ebenfalls verlor. Lachende Dritte wurde die FPÖ, die mit einem zweistelligen Ergebnis den Einzug in die Landesregierung schaffte und dort angesichts des Patts der Großen Zünglein an der Waage spielen könnte. Grüne und KPÖ sicherten sich trotz eher enttäuschenden Abschneidens den Verbleib im Landtag.

Laut vorläufigem Endergebnis erreichte die SPÖ 38,4 Prozent (-3,2) und hielt damit die Volkspartei auf Distanz, die 37,1 Prozent (-1,5) auf sich vereinen konnte. Durch die Wahlkarten dürfte der Abstand noch schrumpfen, Platz eins ist den Sozialdemokraten aber sicher. Die Freiheitlichen, die 2005 noch den Landtag verpasst hatten, kamen diesmal auf 10,8 Prozent (+6,3), die Grünen auf 5,3 (+0,5) und die KPÖ auf 4,4 (-1,9), was dank eines Grundmandats für den Verbleib im Landesparlament reichte. Das BZÖ erreichte landesweit 3 Prozent und scheiterte klar.

Schwarz-Blau nicht möglich
Was die Mandate angeht, kommen SPÖ, Grüne und Kommunisten zusammen ebenso auf 28 Sitze wie ÖVP und FPÖ gemeinsam. Finden sich also die Großen nicht zusammen, benötigen die Sozialdemokraten die Stimmen der Freiheitlichen, die Volkspartei müsste neben den Blauen noch eine weitere Fraktion gewinnen, um ihren Spitzenkandidaten Hermann Schützenhöfer zum Landeshauptmann küren zu können.

Der FPÖ fällt damit eine Schlüsselrolle zu, und die gedenkt sie wahrzunehmen. Bundesparteichef Heinz-Christian Strache gab als Linie vor, dass man jenen Kandidaten wählen werde, der bereit sei, freiheitliche Inhalte umzusetzen. Spitzenkandidat Gerhard Kurzmann zeigte zumindest eine Tendenz in Richtung SPÖ. Platz eins ergebe für die Landeshauptmann-Wahl "einen gewissen Vorteil".

Häupl warnt Voves
Dass Amtsinhaber Voves zur Not auch auf freiheitliche Stimmen zurückgreifen würde, hatte er schon im Wahlkampf klar gemacht. Diese Position wurde auch am Wahltag bekräftigt. So lange es den Proporz gebe, könne man Gespräche mit niemandem ausschließen, meinte Voves, der aber gleich vom gerade selbst wahlkämpfenden Wiener Bürgermeister Michael Häupl (S) verwarnt wurde. Eine Koalition mit den Freiheitlichen hält er "schlicht für unmöglich". Bundeskanzler Werner Faymann (S) begnügte sich am Sonntag damit, die "Sensation" des Voves-Sieges zu bejubeln.

Zum Feiern zu Mute war überraschenderweise auch der ÖVP, obwohl diese den fetten neun Prozent-Vorsprung von der Gemeinderatswahl im heurigen März mehr als verloren hat. "Was in der Steiermark gelungen ist, haben nur wenige geschafft in der Zweiten Republik: Aufzuschließen und die Lücke nach fünf Jahren zu schließen", erklärte Parteichef Josef Pröll zum Ergebnis seines Parteifreunds Schützenhöfer, der sogar noch hinter dem Resultat von vor fünf Jahren zurückgeblieben war und damit das zweitschlechteste Ergebnis der Parteigeschichte eingefahren hatte.

Pröll feiert "Aufholjagd"
Doch auch der Landesobmann war recht vergnügt. Er sprach von einer "beispiellosen Aufholjagd" und sah seine Partei "in einer starken Position". Ob er den Anspruch auf den Landeshauptmann-Sessel stellen wird, will Schützenhöfer erst nach Vorliegen des Ergebnisses inklusive Wahlkarten sagen, also in acht Tagen.

Wenig mitzureden bei der Regierungsbildung haben die Grünen, die ihr Wahlziel Landesrat bei weitem verpassten. Dementsprechend gab sich Spitzenkandidat Werner Kogler zerknirscht, übernahm die Verantwortung für das Ergebnis und bleibt in Wien im Nationalrat, statt auf Dauer nach Graz zu wechseln. Zufrieden zeigte sich dagegen Bundessprecherin Eva Glawischnig, als positiv verbuchten die Grünen vor allem ihr Abschneiden in Graz, wo man vor der FPÖ auf Platz drei einkam.

BZÖ klar gescheitert
Den Wählern der Landeshauptstadt haben es die Kommunisten zu verdanken, dass sie auch in der Ära nach Aushängeschild Ernest Kaltenegger im Landtag zu vertreten sind. Im Gegensatz zum BZÖ schafften sie ein Grundmandat. Zum Landeshauptmann wählen werde die KPÖ aber weder Voves noch Schützenhöfer, wie Spitzenkandidatin Claudia Klimt-Weithaler klarstellte. Für das BZÖ hat es wie schon in allen anderen Länder davor nicht zum Einzug in einen Landtag gereicht, Bündnisobmann Josef Bucher tröstete sich damit, dass sich "streng genommen" auch das BZÖ als Gewinner fühlen könne, weil es seine Stimmen verdoppelt habe.

Die Wahlbeteiligung schrumpfte von 76,2 auf 64,2 Prozent. Durch die Briefwahl wird sie sich noch auf an die 70 Prozent heben.

(apa/red)

Kommentare

Voves! Verliert 3 % und jubelt. Der Mann hat Humor!!

Na gottseidank ... ... geht sich Rot-Grün nicht aus, das ist schon einmal positiv anzumerken.
Wenn jetzt Schützenhöfer konsequent ist und Voves im Regen stehen lässt, dann hat der nur 2 Varianten:

Rot-Blau zumindest ernsthaft zu überdenken und in Verhandlungen zu gehen ... dieses Signal kostet dann aber Häupl in Wien definitiv die "Absolute".
Oder er startet mit einer SPÖ-Minderheitsregierung, sucht sich jeweils wechselnde Mehrheiten und scheitert mittelfristig damit wohl kläglich ... dann ist mit der nächsten Landtagswahl die SPÖ in der Steiermark abgemeldet.

Bei einem strategisch klugen Verhalten der ÖVP war das heute wohl ein Pyrrhussieg der SPÖ.

Kein \"neuer steirischer Brauch\", Herr Voves! Das klingt mehr als bedrohlich: "Der FPÖ fällt damit eine Schlüsselrolle zu, und die gedenkt sie wahrzunehmen. Bundesparteichef Heinz-Christian Strache gab als Linie vor, dass man jenen Kandidaten wählen werde, der bereit sei, freiheitliche Inhalte umzusetzen." - Also die armen Steirer sind zu bedauern. Leider hat Voves scheinbar nur wenig Skrupel, mit Kurzmann zu koalieren. Das ist aber absolutes No-Go für Sozialdemokraten, das sollte er schon bedenken. Blau passt net zu Rot.

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Ich hab die Grünen gewählt und bin froh, den die SPÖ Voves hat im ATV Interview mitgeteilt, das er auch mit der FPÖ regieren könnte.

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Re: Ich hab die Grünen gewählt das kannst du mit Sicherheit ausschliessen!!!!!
Sooooooo dumm ist die SPÖ auch wieder nicht.

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Re: Ich hab die Grünen gewählt euer Prolo Kogler meinte noch der 3.Platz ist drinnen,haha
10.83 % zu 5.25 %

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Re: Ich hab die Grünen gewählt Depp

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Re: Ich hab die Grünen gewählt Na und immer noch besser als die Dofen grünen

stabilis melden

Oje! Also allen Nicht SPÖ Wählern in Wien sei gesagt: wenn ihr nicht zur Wahl geht wird Häupl Euch wieder weiter ruinieren!

Der rote Voves freut sich aber hoffentlich zu früh, es wird bei den Wahlkarten noch ein Mandat zur ÖVP gehen die dann 23:23 stehen. Schützenhofer war der Garant das die ÖVP nichts dazugewinnen kann, der war keinesfalls charismatisch.

Hirschmann und Paierl hätten der ÖVP die Absolute geholt.
Und Strache kann sich freuen auf eine tolle Wien Wahl!

Die Grünen sind dort wo sie hingehören, in der politischen letzten Klasse! Wen wunderts...... :-)

Fazit: das Korruptionsdrama geht wieder weiter! Oder falsch, das nennt man ja Proporz! :-)

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Re: Oje! Dumme ÖVP Kampfposter wie Dich braucht unser Land am Allerwenigsten

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Re: Oje! tja, auch verlieren will gelernt sein.

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Re: Oje! Dann ist Korruption deier Meinung nach gleichbedeutend mit schwarz/blau, oder wie kann man das verstehen? Denn die ÖVP und die Freiheitlichen sind ja die einzigen 2 Partein in der Steiermark, die das Proporzsystem nicht abschaffen wollen.

stabilis melden

Re: Oje! Also für mich sind die zwei großen Parteien das korrupteste Volk überhaupt, nur auf ihren Vorteil bedacht!

Die unverdächtigsten Parteien sind die Grünen und Kommunisten, die Freiheitlichen "tümmeln" in der Mitte.

Ich bin ganz klar gegen ROT weil die keine Ahnung von Wirtschaftspolitik haben, wirtschaften alles in Grund und Boden, siehe BAWAG, Konsum und viele mehr!

ROT = der Untergang des Landes!
SCHWARZ = das geringere Übel, aber ein Übel
BLAU = eine Zeiterscheinung, typisch für die ROT/SCHW Politik
GRÜN = ein solider Witz, lernen nichts dazu
KOMMUNISMUS = schlicht abzulehnen
BZÖ = gibts nicht mehr lange

Fazit: ich wünsche mir eine TECHNOKRATIE, eine Partei der VERNUNFT wo EXPERTEN die Entscheidungen zu Themen OFFEN vorlegen und argumentieren!

Aber das ist ein Traum....

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Re: Oje! Huch...das bleibt hoffentlich wirklich ein Traum, denn eine "Herrschaft der Sachverständigen" will ich mir nicht mal in meinen schlimmsten Albträumen ausmalen.

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Re: Oje! Also keiner braucht sich freuen ,alles wird beim alten bleiben auch wenneine andere Partei an die Spitze kommt
der Dumme bleibt das Volk es wird weiter abgezockt

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