EU-Parlament von

Hans-Peter Martin flog
Business-Class nach Frankfurt

Fraktionsfreier EU-Abgeordneter weist Vorwürfe zurück

Hans-Peter Martin © Bild: DIETER NAGL/AFP/Getty Images

Der fraktionsfreie EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin hat dem Nachrichtenmagazin "profil" zufolge gegen seine eigenen Verhaltensregeln verstoßen. Martin, der sich auf EU-Ebene stets gegen Business-Class-Flüge ausgesprochen hatte, soll 2010 auf einem Flug von Brüssel via Frankfurt nach Shangai die Teilstrecke Brüssel-Frankfurt Business-Class geflogen sein, am Rückflug ebenso.

Der EU-Politiker dementierte die Vorwürfe. Zum gegenständlichen Vorwurf sagte Martin laut Vorausmeldung in der am Montag erscheinenden Ausgabe von "profil": "Im konkreten Fall war ich in der Reisestelle des Parlaments und bat um einen möglichst günstigen Business-Class-Flug." Die Strecke Frankfurt-Brüssel habe er nur deshalb in der Business Class akzeptiert, "weil verschiedene Buchungsklassen bei Anschlussflügen teurer kommen".

Ticket vom EU-Parlament oder privat bezahlt?

Wie es in der "profil"-Vorausmeldung weiter heißt, habe sich Martin seinen Besuch bei der Weltausstellung in Shanghai von einem deutschen Konzern organisieren lassen, überdies sei er privater Natur gewesen - eingebettet in eine wenige Tage später stattfindende Tagung von EU-Parlamentariern in Peking. Das Ticket habe das EU-Parlament bezahlt.

Martin in weist dies in einer Aussendung zurück: "Diese Darstellung ist schlichtweg falsch. Weder war ich auf EU-Kosten bei der Expo in Shanghai, noch war ich dort privat. Dem EU-Parlament sind dadurch keinerlei Mehrkosten entstanden. Ich bin auf meinem Weg von Brüssel zu den Sitzungen nach Peking an einem Freitag in Shanghai zwischengelandet, war am Samstag einen Tag beruflich auf der Expo, und flog dann am Sonntag weiter nach Peking." Die Aufenthaltskosten in Shanghai habe er trotz seines "beruflichen Aufenthalts privat bezahlt."

Kommentare

Tatsache ist, dass der Schmuftler Martin immer nur dann Kontakt mit seinen Wählern aufnimmt, wenn wieder einmal Wahlen anstehen. Hat er die geschafft, dann hört man solange nichts von Ihm, bis eben wieder Wahlen anstehen. Ich habe mehrere Anfrage an ihn gerichtet, alles negativ -keine Antworten. Nun seit ca. zwei Wochen, bombardiert er mich wieder mit E-Mails!

So ein Quatsch! Jeder, der schon mal solche Business-Strecken gebucht hat, weiss, dass bei einem Langstreckenbusinessflug der Anschlussflug in der Businessclass meist ebenfalls inkludiert ist. D.h. es würde effektiv teurer kommen, die Strecke Frankfurt-Brüssel separat economy zu buchen.

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