EU-Wahl von

Hans Peter Martin beendet
seine politische Karriere

"Zu viele Mächtige" würden keine unabhängige Person in der Politik wollen

Hans Peter Martin beendet seine politische Karriere. © Bild: DIETER NAGL/AFP/Getty Images

Hans Peter Martin beendet offenbar seine politische Karriere. Wie die Wiener Wochenzeitung "Falter" in ihrer neuen Ausgabe berichtet, tritt der EU-Abgeordnete nicht zur EU-Wahl an.

THEMEN:

Martin beendet damit seine 15 Jahre dauernde Karriere als unabhängiger Politiker und EU-Abgeordneter. Der Grund sei, dass "zu viele Mächtige in Österreich keine echt unabhängige Person in der Politik" wollen würden. Außerdem sehe er keine Möglichkeit, dem "beängstigenden Rechtsruck" hin zur "rechtsradikalen FPÖ" entgegen zu treten. Er erleben eine "beängstigende Sehnsucht nach einem neuen Heil-Hitler-Gefühl", so Martin im "Falter".

Darüber hinaus habe in der ORF in den vergangenen fünf Jahren "weggeschwiegen". Die nicht mehr vorhandene Unterstützung der "Kronen Zeitung" sei hingegen kein Problem, die Wirkung der "Krone"-Kampagnen auf seine Wahlerfolge sei überschätzt worden.

Kein Zusammenhang mit Ehrenhauser-Vorwürfen

Mit den schweren Vorwürfen, die sein ehemaliger EU-Parlamentskollege und Mitstreiter Martin Ehrenhauser gegen ihn erhebe, habe sein Rücktritt nichts zu tun. Die Vorwürfe, er habe Wahlkampfbeihilfen missbräuchlich verwendet, bezeichnete Martin dem Falter gegenüber als "haltlos", die Erhebungen als "schleppend."

Er habe nie in der Politik in Pension gehen wollen, sagt Martin. Konkrete Angaben über Pläne machte der EU-Parlamentarier nicht, sagt aber, er kehre "leidenschaftlich gerne in den internationalen Profijournalismus und zum Bücherschreiben zurück."

Kommentare

Wissen Sie Herr Dr. Martin was Ihr wirklicher Grund - neben dem den Sie vorschieben - ist? Sie haben sich finanziell bereits saniert und haben es nun nicht mehr notwendig, in Brüssel vor sich hinzuschlafen!

Seite 1 von 1