Bauen & Wohnen von

Handwerkerbonus im Detail

Wann man Anspruch hat und warum man sich besser beeilen sollte

Ein Arbeiter in einem Rohbau eines Hauses © Bild: iStockphoto.com

Der Handwerkerbonus wird fortgesetzt. Für 2016 und 2017 stehen laut neuem Finanzrahmen jeweils 20 Mio. Euro zur Verfügung. Privatpersonen können sich für Wohnraumrenovierungen Geld zurückholen, wenn die Arbeiten von einem Handwerker durchgeführt werden. Sie erhalten 20 Prozent des Rechnungsbetrags, aber maximal 600 Euro jährlich pro Wohnobjekt.

THEMEN:

Damit werden Arbeitsleistungen von 200 Euro bis höchstens 3.000 Euro (ohne Mehrwertsteuer) gefördert. Einen Rechtsanspruch gibt es nicht. Es gilt das Prinzip "First come first serve", also die Deckelung des Handwerkerbonus. Ziel des Mitte 2014 eingeführten Handwerkerbonus ist die Bekämpfung der Schwarzarbeit. Im Vorjahr waren die Mittel bereits Mitte August ausgeschöpft.

Abgewickelt wird der Handwerkerbonus von den Bausparkassen. Nicht gefördert werden unter anderem Material- und Entsorgungskosten, Arbeitsleistungen zur Neuschaffung und Erweiterung von Wohnraum oder Arbeitsleistungen außerhalb des eigentlichen Wohnobjekts.

2014/15 standen zusammen 30 Mio. Euro zur Verfügung, für 2014 waren es 10 Mio. Euro und für das Vorjahr 20 Mio. Euro. Die Zahl der eingereichten Anträge lag nach Angaben der Bausparkassen bei 69.106, die durchschnittliche Fördersumme betrug 434 Euro. Die dadurch ausgelösten Arbeitsleistungen werden mit 126,2 Mio. Euro beziffert.

Der Handwerkerbonus im Überblick

Wer darf einreichen? Einreichen dürfen jene Personen, die an ihrem Wohnobjekt - egal ob Haupt- oder Nebenwohnsitz - eine Renovierung, Erhaltung oder Modernisierung durchgeführt haben. Das Wohnobjekt muss in Österreich liegen.

Wie viele Anträge darf ich stellen? Pro Antragsteller und Jahr darf lediglich ein Förderungsantrag gestellt werden. Dieser darf auch nur für ein Wohnobjekt in Anspruch genommen werden.

Was wird gefördert? Gefördert werden Arbeitsleistungen von Handwerkern und befugten Unternehmen in privaten Haushalten. Die Arbeiten müssen im Zeitraum zwischen 01.06.2016 und 31.12.2016 durchgeführt werden. Belegt wird dies über die Endrechnungen. Wird der Handwerkerbonus für das Jahr 2017 verlängert, können die Arbeiten, für die die Förderung beantragt wird, auch bis Ende 2017 andauern.

Wann kann ich einen Förderantrag stellen? Ein Antrag kann erst dann gestellt werden, wenn die Baumaßnahmen fertiggestellt worden sind. Die Endrechnungen müssen vorgelegt werden und die Dienstleister müssen bereits bezahlt worden sein. Pro Endrechnung müssen die Kösten mindestens 200 Euro (exkl. Umsatzsteuer) betragen.

Kommentare