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Handball: ÖHB-Team
unterliegt Mazedonien

Österreicher bangen nach 21:22 um EM-Aufstieg - Weiterkommen aber noch möglich

Handball: Österreich gegen Mazedonien
© Bild: APA/EPA/Claus Fisker

Österreichs Handball-Männer sind bei der EM in Dänemark im letzten Spiel der Vorrundengruppe Mazedonien mit 21:22 (10:12) unterlegen und mussten damit bis zum Abend auf Gewissheit in Sachen Aufstieg warten. Die ÖHB-Auswahl musste ab 20.30 Uhr auf einen Sieg oder ein Remis der klar favorisierten Dänen gegen Tschechien hoffen. Nur bei einem vollen Erfolg der Tschechen wäre man ausgeschieden.

In einem Spiel auf mäßigem Niveau agierte der reaktivierte Team-Pensionist Patrick Fölser, der für Christoph Edelmüller in den Kader getauscht wurde, in seinem 217. Länderspiel von Beginn an und rechtfertigte den Wechsel vollauf. Allein vier Treffer gingen in der ersten Hälfte auf das Konto des 37-Jährigen, der das blinde Verständnis mit Regisseur Viktor Szilagyi schön unter Beweis stellte.

Österreichs Rückraum war gegen die offensive Deckung hingegen praktisch abgemeldet, nahm viele Schüsse von weit draußen. So warfen Maximilian Hermann, Roland Schlinger und Vitas Ziura Mazedonien-Goalie Ristovski warm, der zur Halbzeit eine Fangquote von 55 Prozent aufwies. Freilich war auch Österreichs Schlussmann Nikola Marinovic mit 52 Prozent am relativ knappen Zwei-Tore-Rückstand nicht unschuldig. Der EM-Fünfte von 2012 konnte sich nie um mehr als drei Treffer absetzen.

Partie auf beiden Seiten fehlerbehaftet

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie kampfbetont und auf beiden Seiten fehlerbehaftet. Österreichs von Marinovic weiter gut unterstützte Abwehr agierte aber aggressiver, Starspieler Kiril Lazarov hatte man über weite Strecken gut im Griff. Bis zur 40. Minute hatte sich Rot-Weiß-Rot wieder auf 14:14 herangearbeitet. Die erstmalige Führung Österreichs - am Ende erst einer doppelten, dann einer einfachen Überzahl - besorgte schließlich Schlinger in der 48. Minute (18:17), kurz darauf glänzte Marinovic bei einem Siebenmeter.

In Überzahl baute der von sieben Metern perfekte Konrad Wilczynski (5 von 5) den Vorsprung auf zwei Treffer aus (19:17/53.), Mazedonien blieb aber dran und lag eineinhalb Minuten vor dem Ende 21:20 in Front. In Unterzahl konnte Schlinger zwar noch einmal auf 21:21 ausgleichen, Lazarov stellte 26 Sekunden vor dem Ende aber den Endstand her.

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