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"Da simma dabei!"

Österreich qualifiziert sich erstmals aus eigener Kraft für eine Europameisterschaft

Österreichs Handballer feiern die EM-Qualifikation © Bild: GEPA pictures/Pranter

Österreichs Handballer jubeln über einen historischen Erfolg: Nach dem 30:25-Sieg gegen Russland am Sonntag in Innsbruck ist das ÖHB-Team als Gruppenzweiter hinter Serbien für die Europameisterschaft im Jänner 2014 in Dänemark qualifiziert - eine Premiere! Noch nie haben Österreichs Handball-Herren aus eigener Kraft eine EM erreicht.

Bereits 2010 konnte das ÖHB-Team EM-Luft schnuppern, damals war die Truppe des isländischen Trainers Dagur Sigurdsson aber als Gastgeber fix qualifiziert. Als Neunte beendeten die Österreicher das Turnier und sprachen von "historischem Erfolg". Die Superlativen wurden jedoch am Sonntag nach dem Sieg unter Sigurdssons Landsmann Patrekur Johannesson übertroffen. "Historisch" war das meistgebrauchte Wort unter Trainern, Spielern und Funktionären. Da lagen sich ÖHB-Präsident Gerhard Hofbauer und sein "General" Martin Hausleitner schon mit Tränen in den Armen.

Nur Johannesson blieb nach dem Erfolg über Russland ganz cool, auch wenn der Isländer gleich nach dem Sieg meinte, von seinen Emotionen überwältigt zu sein: "Wir haben tolle Strukturen im Verband seit 2011. Danke. Die Spieler kommen gerne zum Nationalteam." Auch Johannesson strapazierte das Wort "historisch", dachte aber schon weiter Richtung EM-Endrunde: "Jetzt sollen sie feiern, zwei Wochen Urlaub genießen. Dann beginnt die Vorbereitung." Oder wie es Flügel Raul Santos ausdrückte: "Jetzt werden wir ordentlich Gas geben."