Handball von

EM-Traum ist geplatzt

29:44-Niederlage auf Island: Österreichs Nationalteam verpasst EM-Quali

Handball - EM-Traum ist geplatzt © Bild: APA/EPA/THORVALDUR KRISTMUNDSSON

Die Handball-EM 2012 in Serbien geht ohne Österreichs Männer in Szene. Das rot-weiß-rote Nationalteam war am Sonntag beim 29:44 (14:21) in Reykjavik gegen Island ohne Siegchance, zumindest ein Unentschieden wäre für das Weiterkommen notwendig gewesen. Deutschland sicherte sich mit 9 Punkten den Gruppensieg vor Island (8), Österreich (7) und Lettland (0), nur die Top Zwei qualifizierten sich für das Turnier von 15. bis 29. Jänner 2012.

Das Endspiel gegen den Olympia-Zweiten um die Endrundenteilnahme war die erwartet schwere und wie sich herausstellte unlösbare Aufgabe. Nach der bitteren 20:28-Heimniederlage in Innsbruck gegen Deutschland wollte das Team von Magnus Andersson das Spiel von außen aufziehen, teilweise gelang dies, doch scheiterten Flügelflitzer Konrad Wilczynski und Co. immer wieder am überragenden Tormann Björgvin Gustavsson.

Abfuhr statt Triumph
Österreich war mit dem 1:0 nur einmal in der gesamten Partie in Führung und danach immer auf verlorenem Posten. Nach viereinhalb Minuten lagen die Gäste bereits 1:4 zurück, der höchste Rückstand in Hälfte eins war ein 12:20 (minus acht), mit minus sieben (14:21) ging Österreich in die Pause. Aus dem erhofften Umschwung in den zweiten 30 Minuten wurde nichts, nach nur fünfeinhalb Minuten waren die Isländer, die unbedingt gewinnen mussten, während Österreich ein Remis gereicht hätte, auf 27:17 davongezogen.

Das ÖHB-Team hätte sich erstmals aus eigener Kraft für eine EM qualifizieren können, stattdessen lief das Team in 200. Länderspiel von Patrick Fölser in ein Debakel. Alles bemühte Aufbäumen nützte nichts, nach 18 Minuten in der zweiten Hälfte bei 37:24 für Island war die Partie bereits endgültig verloren, die Resignation spürbar. Am Ende wurde es eine 29:44-Abfuhr.

Deutsche Trainer-Legende verabschiedet
Die deutsche Mannschaft verabschiedete Bundestrainer Heiner Brand mit einem 32:22 (17:11) in der bereits bedeutungslosen Partie gegen Lettland. Der 58-Jährige wird ab 1. Juli Manager im Deutschen Handballbund. Er verließ das Team mit einer erfolgreichen Qualifikation für die Kontinentaltitelkämpfe, fixiert mit dem Erfolg am Mittwoch gegen Österreich.