Handball EM-Quali von

Showdown um EM-Qualifikation

Ein Remis in Island würde Österreichs Handballer das EM-Ticket garantieren

Handball EM-Quali - Showdown um EM-Qualifikation © Bild: GEPA/Pranter

Die Chance auf ein EM-Ticket lebt für Österreichs Handball-Nationalteam. Dafür muss heute allerdings mindestens ein Remis im Auswärtsspiel gegen Island her - und der Vize-Olympiasieger ist eine Handball-Macht. "Wenn wir es gegen Island schaffen, ist das eine Riesensensation", dämpfte ÖHB-Teamchef Magnus Andersson die Erwartungen. Hoffnung macht dafür der 28:23-Heimsieg gegen die Isländer im EM-Quali-Hinspiel im Oktober 2010. Bei der Heim-EM gab es sensationelles 37:37.

Nach der bitteren 20:28-Niederlage gegen Deutschland am vergangenen Mittwoch, bei der Österreich gerade in der ersten Hälfte überhaupt nicht ins Spiel fand, müssen auch die Köpfe wieder frei werden. Die Ausgangslage ist aber doppelt schwierig, weil die derzeit drittplatzierten Isländer unbedingt einen Sieg brauchen, um Österreich noch von Platz zwei hinter Deutschland zu verdrängen und so noch das EM-Ticket zu buchen.

"Die Isländer haben erfahrene Legionäre, sind nicht umsonst in einem Olympia-Finale gestanden. Aber sie haben auch nicht den riesengroßen Kader, müssen mit sieben, acht Mann durchspielen", gab Österreichs Flügelflitzer Konrad Wilczynski zu bedenken. "Wir müssen das Spiel lange offen halten. Gegen sie haben wir über 60 Minuten im Sechs gegen Sechs keine Chance. Wir müssen das Spiel über Außen aufziehen. Wir müssen noch einmal 60 Minuten Vollgas geben."

Videos für das Selbstvertrauen
Viktor Szilagyi und Co. erreichten in der Nacht auf Freitag Island, wo man von spätherbstlichen Temperaturen, Regen im Tal und Schnee auf den Bergen empfangen wurde. Am Freitag-Nachmittag stand das erste Training inklusive Video-Analyse an. Andersson zeigte seinen Spielern Videos, die das Selbstvertrauen zurückbringen sollen. Immerhin holte man in den jüngsten drei Partien gegen die Insulaner einen Sieg und ein Remis.