Hamilton mit Freitag-Bestzeit in Ungarn:
Brite unterstreicht Favoritenstellung für GP

Ferraris im 2. Training auf Plätzen fünf und sechs Erste Entscheidung am Samstag: Das Qualifying

Hamilton mit Freitag-Bestzeit in Ungarn:
Brite unterstreicht Favoritenstellung für GP

WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton hat auf dem Hungaroring den Hattrick ins Visier genommen. Der 23-jährige Engländer unterstrich seine Ambitionen auf den dritten Sieg in Serie bereits im freien Training für den Formel-1-Grand-Prix von Ungarn. Hamilton fuhr in der zweiten Session in 1:20,554 Minuten Tagesbestzeit und geht damit auch als Favorit ins heutige Qualifying.

Dieses ist in Ungarn besonders entscheidend, bietet die Strecke doch kaum Überholmöglichkeiten. "Wir sind in einer guten Position und haben sehr viel Selbstvertrauen", erklärte Hamilton. "Trotzdem wird es noch ein sehr schwieriges Wochenende. Es kann viel passieren." Im Training hatte der Jungstar im McLaren-Mercedes mit neuem Aerodynamik-Paket allerdings die beste Figur abgegeben. "Der Freitag bedeutet noch nichts, aber ich habe ein fantastisches Auto."

Hinter dem Briten, der zuletzt bereits in Silverstone und Hockenheim triumphiert hatte, klassierten sich mit dem Brasilianer Nelson Piquet jr. im Renault (1:20,748) und Heikki Kovalainen im McLaren (1:20,760) zwei weitere Piloten aus der jungen Garde auf den Plätzen zwei und drei. Renaults Ex-Weltmeister Fernando Alonso hofft nach den Trainings-Ergebnissen drei (Vormittag) und vier (Nachmittag) ebenfalls auf einen Platz in den vorderen Startreihen.

Ferrari in Lauerstellung
Die härtesten Konkurrenten für Hamilton dürften aber erneut die Ferraris werden, die erstmals auch an einem Rennwochenende die "Haifischflosse" einsetzten, die viele Teams von Red-Bull-Designer Adrian Newey kopiert haben. Mit der neuen Motor-Abdeckung fuhren Weltmeister Kimi Räikkönen und der WM-Zweite Felipe Massa am Nachmittag auf die Plätze fünf und sechs. Am Vormittag war Massa in 1:20,981 noch vor Räikkönen der Schnellste gewesen.

Einen völlig verkorksten Tag hatte Sebastian Vettel im Toro Rosso. Der 21-jährige Deutsche hatte am Vormittag mit Hydraulik-Problemen zu kämpfen, am Nachmittag streikte die Kupplung. Vettel wurde in beiden Sessions Letzter und absolvierte insgesamt nur neun Runden. "Die Trainings sind die einzige Chance, Zeit auf der Strecke zu verbringen", sagte Vettel. "Diese Zeit fehlt uns jetzt natürlich. Wie sehr das ins Gewicht fällt, werden wir sehen."

Vettels Teamkollege Sebastien Bourdais klassierte sich auf den Rängen 13 und 15 und damit jeweils knapp hinter den weiteren Red-Bull-Autos. Mark Webber und David Coulthard, die Red Bull Racing auf Platz vier der Konstrukteurs-WM führen wollen, hatten sich im Mittelfeld eingenistet. Der direkte Konkurrent Renault scheint auf dem rutschigen Hungaroring, der besonders viel Abtrieb verlangt, deutlich besser zurechtzukommen.
(apa/red)