Hamas zeigt für neuen Angriff Verständnis: Verweis auf Situation der Palästinenser

Gewaltsame Proteste an der Grenze zu Ägypten Selektive Einreise auf die Sinai-Halbinsel möglich

Der Bulldozer-Anschlag in Jerusalem, bei dem vier Israelis getötet wurden, ist für die Palästinenser-Organisation Hamas als "natürliche Antwort auf die israelischen Aggressionen" zu sehen. Die im Gaza-Streifen herrschende Hamas habe derzeit keine Informationen über den Zwischenfall, aber wenn es sich dabei um einen Anschlag handle, dann sei dies "eine natürliche Antwort auf die ständigen israelischen Aggressionen gegen unser Volk im Westjordanland und in Jerusalem", erklärte der Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri.

Israel hat seine Grenzübergänge zum Gaza-Streifen entsprechend der von Ägypten vor zwei Wochen vermittelten Waffenruhe wieder geöffnet. Am Grenzübergang Rafah ist es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Palästinensern und ägyptischen Grenzwächtern gekommen. Nach Angaben von Augenzeugen versuchten Hunderte von palästinensischen Zivilisten vergeblich, die Grenze zu Ägypten zu stürmen. Sie bewarfen die Grenzwächter mit Steinen. Diese drängten sie daraufhin mit Wasserwerfern zurück. Angaben über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Ägypten hatte den Grenzübergang, der die Sinai-Halbinsel mit dem palästinensischen Gebiet verbindet, zuvor geöffnet. Allerdings durften ihn seither nur mehrere hundert Menschen passieren, vor allem Kranke, die zur Behandlungen nach Ägypten wollten. Nach der monatelangen Blockade wollen jedoch viele Menschen den Gaza-Streifen verlassen, unter anderem, um Waren, die knapp geworden sind, einzukaufen.
(apa/red)