Haider lobt Westenthalers Umgang mit der Stoßstange: Empörung bei SPÖ und ÖVP

SPÖ-Justizsprecher ortet "Verniedlichung" der Tat Haider würde Gewalt gegen die Exekutive gutheißen

Haider lobt Westenthalers Umgang mit der Stoßstange: Empörung bei SPÖ und ÖVP © Bild: APA/Eggenberger

Die Aussage von Landeshauptmann Jörg Haider zum aktuellen Vorwurf der Körperverletzung gegen seinen Parteiobmann Peter Westenthaler erregt die Gemüter. In einem Interview mit der "ZiB 2" meinte er, er fände es ist in Ordnung, wenn jemand "mit seiner Stoßstange gut umgehen kann". Für SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolilm ist das eine eine "Verniedlichung des Sachverhalts".

Das Interview fand im Anschluss an die BZÖ-Pressekonferenz zum Volksbegehren gegen die Teuerungen statt. Der ORF-Mitarbeiter wollte von Haider wissen, ob Westenthaler nach der angeblichen Verletzung eines Polizisten noch als Spitzenkandidat tragbar wäre. Haider antwortete mit einem knappen "ich finde, es ist in Ordnung, wenn jemand mit seiner Stoßstange gut umgehen kann" und verlässt den Raum.

Für Jarolim könne die Aussage "nur auf einen seelischen Ausnahmezustand zurückzuführen sein, wobei man sich fragen muss, wie lange dieser anhält". Egal, ob Westenthaler die ihm vorgeworfene Tat nun tatsächlich begangen habe oder all jene Menschen, die ihre Wahrnehmung zu Protokoll gegeben haben, "grundlos durch die Gegend lügen" sollten, sei es "absolut untragbar", dass Haider mit seiner Aussage Gewalt gegen die Exekutive gut heiße, erklärte Jarolim.

Auch ÖVP-Sicherheitssprecher Günter Kössl zeigt sich empört über die Aussage des Kärntner Landeshauptmanns. "Unabhängig davon, ob sich der Vorwurf gegen Peter Westenthaler bewahrheitet oder nicht – die österreichischen Sicherheitskräfte leisten Tag für Tag hervorragende Arbeit und verdienen es nicht, dass sich Haider in dieser unerträglichen Art über deren Arbeit und Sicherheit belustigt", so Kössl. (red)