Haider, Molterer und der Zank um's Geld: news.at zum TV-Duell zwischen BZÖ & ÖVP

Thema Teuerung dominierte die Diskussion im TV Kommentar: Haider wie so oft in "Robin-Hood-Rolle"

Haider, Molterer und der Zank um's Geld: news.at zum TV-Duell zwischen BZÖ & ÖVP © Bild: APA/Pfarrhofer

Immer Ärger mit dem lieben Geld: Das denkt sich wohl „Pater Willi“ Molterer ebenso wie das Kärntner „Enfant Terrible“ Haider. Dementsprechend stand auch das Thema Teuerung im Mittelpunkt des TV-Duells. - Eine Konfrontation, die en gros, inhaltliche Höhenflüge sowie verbale Tiefschläge über weite Strecken vermissen ließ. news.at-user konnten dennoch eindeutig einen Sieger des Duells küren. Für die Mehrheit hatte Jörg Haider im Zweikampf mit Molterer die Nase vorne.

Rund 847.000 Zuseher verfolgten die Konfrontation zwischen BZÖ-Spitzenkandidat Jörg Haider und seinem ÖVP-Pendant Wilhelm Molterer. Das Duell verlief etwas farblos, keine große Überraschungen. Molterer blieb die meiste Zeit in der defensiven aber sachlicheren Haltung.

And the winner is…
Dennoch konnte Jörg Haider im news.at-Onlinevoting die Mehrheit der User überzeugen. Mit rund 15 Prozent Vorsprung vor Vizekanzler Molterer ein sehr eindeutiges Ergebnis.

Ein Sieg des Kärntners, obwohl (sicher nicht gerade weil) er sich kaum großer Polemiken bediente. Nur bei dem Thema Teuerung schlüpfte Haider wie so oft in seine Lieblingsrolle als „Held in Strumpfhosen“ und forderte eine sofortige Entlastung für die Österreicher. Er warb für eine unbürokratische Steuerentlastung. 200 Euro Bonus bei der Lohnsteuer plus einem Kinderzuschlag von je 50 Euro. Die Dramaturgie erreichte letztendlich „Wir-zücken-die-Taschentücher“-Reife als er von seinem Kontrahenten forderte „Erweichen Sie Ihr hartes Herz!“ Schlichtweg schockiert sei der Kärntner Landeshauptmann von der sozialen Kälte der ÖVP.

Der Konter des Finanzministers war geradezu aufgelegt. Haider solle besser vor der eigenen Haustür kehren. Molterer verwies auf die leeren Kärntner Budgetkassen: Drei Mal so viele Schulden als noch im Jahr 2000 die Bilanz.

Nichts ist fix
In einem Punkt waren sich BZÖ und ÖVP am Ende des Abends aber doch noch einig: Eine mögliche Koalition mit dem jeweils anderen wollten beide tunlichst NICHT ausschließen. Weil wie Molterer bereits zur früheren Stunde erwähnte “Ich verspreche nichts, was ich nicht halten kann.“ Denn auch die ÖVP scheint aus ihren Fehlern zu lernen.

(Muryati Vo)