Haider raste mit 142 km/h in seinen Tod:
Er starb ohne eine Chance auf Überleben

Technische Untersuchung des Autos ist abgeschlossen Spekulationen über andere Ursachen unbegründet

Haider raste mit 142 km/h in seinen Tod:
Er starb ohne eine Chance auf Überleben © Bild: APA/Robert Jäger

Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider ist zum Zeitpunkt seines Unfalles mit 142 Stundenkilometern unterwegs gewesen. Der Leiter der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, Gottfried Kranz, bestätigte eine entsprechende Meldung der "Zeit im Bild"-Redaktion. Damit war Haiders VW Phaeton mehr als der doppelt so schnell wie an dieser Stelle erlaubt. Die technische Untersuchung des Wracks ergab, dass das Fahrzeug völlig in Ordnung gewesen war.

An jener Stelle, an der Haider mit seinem Auto ins Schleudern geraten ist, gilt ein Tempolimit von 70 km/h, knapp 100 Meter später ist überhaupt Tempo 50 vorgeschrieben. Die entsprechende Gebotstafel war vom Fahrzeug gerammt und umgerissen worden. Die Rekonstruierung der Geschwindigkeit erfolgte laut Kranz durch einen Experten des Autoherstellers in Kooperation mit dem Kfz-Sachverständigen.

Technisch völlig in Ordnung
Das drei Monate alte Fahrzeug war zudem technisch völlig in Ordnung. "Jegliche Spekulationen über andere Ursachen für den Unfall sind damit hinfällig", betonte Kranz. Der Phaeton V6, mit dem Haider gefahren ist, hat einen Hubraum von 3.198 Kubikzentimeter, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 239 Stundenkilometern und beschleunigt in 9,4 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer. In den obligaten Crashtests erhielt er exzellente Bewertungen, dem Aufprall mit diesem hohen Tempo war aber auch dieses Fahrzeug nicht mehr gewachsen.

Mehrere tödliche Verletzungen
Der vorläufige Obduktionsbericht bezüglich des Unfalltodes Haiders hat ergeben, dass das Opfer mehrere jeweils tödliche Verletzungen erlitten hat. "Er hat keinerlei Überlebenschance gehabt", sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, Gottfried Kranz, gegenüber der APA.

Haider sei auf der Stelle tot gewesen, jede der festgestellten schweren Verletzungen hätte schon allein zum Tod geführt, so Kranz. Das Unfallauto wurde bei dem Crash praktisch total beschädigt. So waren beim Eintreffen der Rettungskräfte beide Vordertüren herausgerissen, in der Windschutzscheibe klaffte ein großes Loch. Haider war beim Unfall angeschnallt gewesen, Überlebenschance hatte er trotzdem keine.
(apa/red)