Hagelzug richtet Millionen-Schaden an: Golfball-große Körner in der Oststeiermark

Dächer, Autos und Äcker in Mitleidenschaft gezogen Auch Burgenland betroffen. Überflutungen im Norden

Hagelzug richtet Millionen-Schaden an: Golfball-große Körner in der Oststeiermark

Schwere Unwetter mit zum Teil golfballgroßen Hagelkörnern gingen am Freitag in der Steiermark nieder. Ein verheerender Hagelzug mit einer Länge von 40 km erstreckte sich vom Raum Graz bis Kapfenstein. Der Gesamtschaden für die Landwirtschaft beträgt rund vier Millionen Euro, teilte die Österreichische Hagelversicherung. Auch das Burgenland wurde von schweren Hagelunwettern heimgesucht.

Der Hagelzug erstreckte sich in der Steiermark mit einer Länge von 40 Kilometern vom Raum Graz bis Kapfenstein in Bezirk Feldbach. Laut Österreichischer Hagelversicherung sind 6.500 Hektar landwirtschaftlicher Flächen zum teil massiv geschädigt worden. Betroffen waren vor allem Ackerkulturen, insbesondere Mais und Kürbis, aber auch Obst und Wein. Der Gesamtschaden wurde auf vier Millionen Euro geschätzt.

In Mahrensdorf kam es auf der L204 zu einem gefährlichen Zwischenfall: Zwei Autolenker hatten mit ihren Fahrzeugen unter einer Baumgruppe Schutz vor dem Hagel gesucht, als ein Baum umstürzte. Beide Pkw wurden total beschädigt. Die - unverletzt gebliebenen - Lenker waren eingeschlossen und konnten erst von der Feuerwehr befreit werden.

Burgenland: Hühnereigroße Hagelkörner
In Neuhaus am Klausenbach und Minihof-Liebau (Bezirk Jennersdorf) gingen laut Feuerwehr am frühen Abend bis zu hühnereigroße Hagelkörner nieder. Für die Opernaufführungen auf Schloss Tabor bestehe aber keine Gefahr, sagte die Produktionsleiterin des "J:opera"-Festivals, Alexandra Rieger. Durch die Hagelkörner seien nur einige Dachziegel und Lampen zu Bruch gegangen, außerdem habe der Teppich auf der Tribüne ein paar Löcher bekommen. Landwirtschaftliche Betriebe der Region verzeichneten laut Hagelversicherung einen Schaden von 2,2 Millionen Euro.

In Vorarlberg führte Dauerregen zu Murenabgängen. Samstagnachmittag mussten drei Landesstraßen gesperrt werden, nachdem Erdmassen auf die Fahrbahnen abgerutscht waren. Betroffen waren Langener Straße (L2), Fluher Straße (L12) und Bucher Straße (L14) im Bezirk Bregenz. In Dornbirn musste die Furt über die Dornbirner Ache wegen des hohen Wasserstandes gesperrt werden.

(apa/red)

Kommentare

die erde wehrt sich.. und hat "leider" die besten gründe zu diesen schritten..

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