Haftbefehl von

Zweite Festnahme
in Causa Firtasch

Aufgrund eines Haftbefehls aus Spanien wurde zweiter Geschäftsmann festgenommen

Firtasch © Bild: REUTERS/Maks Levin

In einer der Causen um den ukrainischen Oligarchen Dmytro Firtasch hat es gestern, Donnerstag, in Österreich eine zweite Festnahme gegeben. Das bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien auf Anfrage von News.

Grund dafür ist ein europäischer Haftbefehl über den Spanien die Auslieferung begehrt. Wegen eines solchen Haftbefehls wurde auch Firtasch selbst am Dienstag festgenommen. Alle Betroffenen bestreiten sämtliche Vorwürfe.

Namen wollte die Staatsanwaltschaft am Freitag nicht bestätigen. News-Informationen zufolge soll es sich bei der zweiten festgenommenen Person um einen syrisch-ukrainischen Geschäftsmann handeln, der in Wien lebt.

Gericht ordnet Firtaschs Freilassung an

Der ukrainische Oligarch Dmitri (Dmytro) Firtasch hat am Freitag einen Teilerfolg im juristischen Tauziehen um seine Auslieferung an die USA oder Spanien erzielen können. Das Landesgericht Wien lehnte auch im US-Auslieferungsverfahren einen Haftantrag der Staatsanwaltschaft ab. Der am Dienstag aufgrund eines Europäischen Haftbefehls Festgenommene kommt damit noch am Freitag frei.

Das Gericht begründete seine Entscheidung mit der von Firtasch vor drei Jahren erlegten Kaution von 125 Millionen Euro sowie den Auflagen, sich in regelmäßigen Abständen bei Gericht zu melden, das Bundesgebiet nicht verlassen und den Reisepass bei Gericht zu hinterlegen. Bis auf die Kaution gelten dieselben Auflagen auch im Übergabeverfahren an Spanien, in dem bereits am Donnerstag die Verhängung von Übergabehaft abgelehnt worden war.

Gegen die Gerichtsentscheidung ist innerhalb von 14 Tagen eine Beschwerde beim OLG Wien möglich, das am Dienstag die Auslieferung von Firtasch an die USA für zulässig befunden hatte. Im Fall des Europäischen Haftbefehls hat es bisher noch keine inhaltliche Entscheidung des zuständigen Gerichts gegeben. In den USA wird Firtasch wegen Schmiergeldzahlungen gesucht, in Spanien wegen Geldwäsche und Korruption.

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