Hafen Wien von

Wien ist Salzstadt

Mit dem europaweit größtem Streusalzlager sind wir bestens für Schnee gwappnet

Hafen Wien - Wien ist Salzstadt © Bild: APA

Frisch am Wiener Hafen eröffnet: eine 4,5 Millionen Euro teure Lagerhalle, in der bis zu 25.000 Tonnen Salz gebunkert werden können. Der Schnee kann kommen!

Am Montag wurde am Gelände des Wiener Hafens Europas größte Lagerhalle für Streusalz eröffnet. Damit hätten etwaige Engpässe am internationalen Salzmarkt keinerlei negative Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit in der Bundeshauptstadt, freute sich Umweltstadträtin Sima. Die Aufstockung sei insofern nötig geworden, da der Salzbedarf in den vergangenen Jahren gestiegen sei, hieß es. Gleichzeitig habe man allerdings den Verbrauch von Streusplitt stark reduziert, wurde betont.

Doppelte Lagerkapazität als bisher
Dank des neuen Depots, das innerhalb von sechs Monaten von der stadteigenen Wien-Holding, zu der der Hafen gehört, errichtet wurde, verfügt Wien nun mit insgesamt 45.000 Tonnen über die doppelte Lagerkapazität als bisher. In der bereits bestehenden Halle, die seit 2004 ebenfalls am Hafengelände angesiedelt ist, haben 20.000 Tonnen Salz Platz. Das Streumaterial stamme vorwiegend aus Österreich, hieß es. Angeliefert wird das Streumittel überwiegend per Bahn, im Bedarfsfall aber auch mit dem Schiff oder via Lkw.

Aufgeklügeltes Förderbandsystem
Der neue Bau selbst ist 100 Meter lang, 30 Meter breit und zehn Meter hoch. Im Inneren finden sich insgesamt fünf Lagerboxen im Ausmaß von je rund 560 Quadratmetern. Mit einem Förderbandsystem kann die angelieferte Auftauhilfe am jeweils gewünschten Platz abgeworfen werden.

Gesalzene Zahlen
Der Depotriese verschlang bei seiner Errichtung einiges an Material: So wurden beispielsweise 500 Tonnen Eisen und mehr als 3.000 Kubikmeter Beton verbaut. Außerdem beanspruchte die Halle circa 10.000 Quadratmeter Schalung, was einer Fläche von zweieinhalb Fußballfeldern entspricht.

Weitere Silos und kleine Hallen
Zusätzlich zu den Lagerkapazitäten am Hafen Wien stehen der Magistratsabteilung 48, die für den Winterdienst zuständig ist, noch weitere Silos und kleine Hallen zur Verfügung. Sie sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt und fassen insgesamt noch einmal rund 7.000 Tonnen Streusalz.

1.400 Mann gegen den Schnee
Schlägt der Winter in der Bundeshauptstadt zu, kann Wien mit einer bis zu 1.400 Mann starken Truppe aufwarten, die sich der weißen Pracht annimmt. Im Volleinsatz verfügt die "48er" über 382 Streu- und Räumfahrzeuge, mit denen 2.800 Kilometer Straßenlänge betreut werden.