Häuserkämpfe in Gaza-Stadt entbrannt:
Dutzende Verletzte und zerstörte Gebäude

Isrealische Minister fordern Kapitulation der Hamas Hamas-Spitze signalisiert Bereitschaft zu verhandeln

Häuserkämpfe in Gaza-Stadt entbrannt:
Dutzende Verletzte und zerstörte Gebäude © Bild: Reuters/Cohen

Israelische Soldaten haben sich in Gaza-Stadt blutige Straßenkämpfe mit militanten Palästinensern geliefert und Dutzende Häuser zerstört. Ihr Vorstoß ins Viertel Tel Hawwa war der bisher tiefste der dicht bevölkerten Großstadt hinein. Die Hamas indes signalisierte ihre Bereitschaft zu einem Waffenstillstand. Beratung über Hilfen für den Gazastreifen finden am Donnerstag in Paris statt.

Die Zahl der Toten nähert sich indes bereits der Marke von 1000. Das von der Hamas geleitete Gesundheitsministerium in dem dicht besiedelten Küstenstreifen sprach von 971 toten Palästinensern. Unter ihnen seien etwa 400 Frauen und Kinder. Bei den schweren Gefechten rund um Gaza-Stadt kamen demnach am 18. Tag des Krieges 23 Kämpfer und sieben Zivilisten ums Leben.

Israels Minister fordern Fortsetzung der Offensive
Israel hat die Zahl seiner Toten bisher mit zehn Soldaten und drei von Raketen getroffenen Zivilisten angegeben. Ein Ende der Kämpfe ist nicht in Sicht. Israelische Minister haben eine Fortsetzung der blutigen Offensive im Gazastreifen gefordert, bis die radikal-islamische Hamas Israels Bedingungen für eine Waffenruhe akzeptiert.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts der fortgesetzten Kämpfe sowie der schlechten Hygienebedingungen im Gazastreifen vor einem Ausbruch von Krankheiten gewarnt. Europäische Diplomaten wollen am Donnerstag in Paris über die Verteilung von Hilfsgeldern für den Gazastreifen beraten.

Hamas verhandlungsbereit
Die Hamas-Führung hat unterdessen ihre Bereitschaft signalisiert, über eine Annahme des ägyptischen Plans für eine Waffenruhe im Gazastreifen zu verhandeln. Es bestehe "eine Möglichkeit", den Vorschlag Ägyptens für eine Waffenruhe zwischen der israelischen Armee und der Palästinenserorganisation anzunehmen, sagte die Nummer zwei der Hamas-Führung, Mussa Abu Marzuk, am Dienstag dem Sender "Al-Jazeera". Voraussetzung sei allerdings der Rückzug Israels, eine Waffenruhe und die Öffnung von Übergängen in den Gazastreifen. (apa/red)