Häupl will bis Mitte Juli geklärte Fronten: Zuerst in SPÖ und dann in der Regierung

Bürgermeister: Doppelführungen tendenziell "instabil" Gusenbauer als künftige Kanzlerkandidat noch offen

Häupl will bis Mitte Juli geklärte Fronten: Zuerst in SPÖ und dann in der Regierung © Bild: APA/Fohringer

Wiens Bürgermeister Michael Häupl hat weiterhin "keine Freude" mit der Doppelführung der SPÖ: "Es ist wie es ist." Eine "Klärung", innerhalb der SPÖ und "dann auch mit dem Regierungspartner", müsse in der "ersten Hälfte des Juli" passieren, fordert er.

"Doppelführungen neigen dazu, instabil zu sein, auch wenn's funktionieren kann - aber beileibe nicht muss", so der Bürgermeister. Man könne so etwas "probieren", wie lange, sei eine Frage der "Geduld". Aber: "Entscheidungen sind gefallen", meint Häupl. Nun sei der geschäftsführende Parteichef Werner Faymann am Zug. Er "hat das Sagen und die Verantwortung."

Personalfragen würden beim Parteipräsidium am 7. Juli nur zur Sprache kommen, "wenn's ein Kollege auf die Agenda setzt - ich tu's nicht", sagt Häupl weiter. Dass Bundeskanzler Alfred Gusenbauer der künftige Kanzlerkandidat ist, sei "noch nicht entschieden": "Normalerweise bestimmt die Liste der Parteirat." Ein Vorziehen des für Oktober angesetzten Parteitags hält Häupl "für eine Überlegung wert", erklärt er. "Ich schlage es nicht vor, aber man sollte nachdenken, ob man die Zeit nicht verkürzt."(apa/red)