Hässliche Bahnhöfe, überfüllte Züge & Co.: Werner Faymann setzt die Bahn unter Dampf

Verkehrsminister beim ÖBB-Check am Südbahnhof NEWS: Wie er die Bahn zukunftsfit machen will

"Wie schnell kann die denn fahren?" Verkehrsminister Werner Faymann nimmt im Führerhaus der Lok Platz. Bis zu 200 Stundenkilometer, erklärt ihm Lokführer Harald Parzer. Doch nicht überall -und schon gar nicht auf der Südbahnstrecke. Daher gesteht Faymann bei seinem ÖBB-Check am Wiener Südbahnhof: Die Strecke Wien-Salzburg fahre er natürlich mit dem Zug. Nach Kärnten oder Oberitalien hingegen nehme er das Auto. "Da ist man mit dem Auto doppelt so schnell", so Faymann. Das Ziel des Verkehrsministers lautet daher: Mit der Bahn von Wien nach Venedig in nur vier Stunden.

Faymann hätte aber gerne, dass mehr Leute Zug fahren. Im "Bahnpaket Umwelt" ist sogar ein jährliches Plus von 35 Millionen Bahnfahrten vorgesehen. Dazu sollen bis 2020 insgesamt über 22,3 Milliarden Euro in die Bahn fließen - fast doppelt so viel Geld, wie für den Neubau des Straßennetzes veranschlagt.

Das Serviceproblem der Bahn
Um neue Fahrgäste zu gewinnen, ist es aber nicht nur nötig, das Schienennetz zu verbessern. Denn Fahrgäste kritisieren vor allem das Service. Die Schienen Control GmbH, die Streitigkeiten zwischen Kunden und ÖBB schlichtet, hat eine "Hitliste" der Beschwerden erstellt: Viele Bahnfahrer ärgern sich über schlechte Information durch ÖBB-Mitarbeiter.

Auch sonst hat Faymann mit der Bahn viel vor: Der Güterverkehr soll um zehn Prozent gesteigert werden. Ob das gelingt, wird sich freilich erst in einigen Jahren zeigen. Denn derzeit, so meint Gustav Poschalko, Vorstand der ÖBB-Tochter Rail Cargo Austria, könnten "massive Verlagerungen von der Straße auf die Schiene nicht bewältigt werden". Einer der Gründe: Das Wagenmaterial ist "auf dem technischen Stand der Kaiser-Franz-Josef-Zeit".

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