Hacklerregelung spaltet die Lager: ÖVP legt sich schon mit der eigenen Gewerkschaft an

Kopf will Regelung auslaufen lassen - FCG dagegen Auch mit Koalitionspartner SPÖ gibt es deshalb Streit

Hacklerregelung spaltet die Lager: ÖVP legt sich schon mit der eigenen Gewerkschaft an

Die ÖVP legt sich in der Diskussion über das Auslaufen der Hacklerregelung mit den eigenen Gewerkschaftern an. Nachdem Klubobmann Karlheinz Kopf im Gegensatz zu Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) das vollständige Auslaufen forderte, meldete sich FCG-Vorsitzender Norbert Schnedl in einer Aussendung zu Wort: "Die Langzeitversichertenregelung ist eine Perspektive gegen Ende der beruflichen Laufbahn und muss daher bestehenbleiben."

Die Diskussion über das Auslaufen der Hacklerregelung sorgt auch weiter für Missstimmung in der Koalition. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter erinnerte an die Regierungsvereinbarung. Dort sei sehr wohl von einer Neuregelung die Rede, die ein abruptes Ende der Hacklerregelung vermeiden würde. Auch der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG), Wolfgang Katzian, eilte dem Sozialminister zu Hilfe. Er verwies ebenfalls auf die Koalitionsvereinbarung sowie die anstehenden Gespräche mit den Sozialpartnern. "Da braucht es keine voreiligen ÖVP-Zurufe von außen."

FPÖ-Sozialsprecher Herbert Kickl sieht hingegen die Hacklerregelung durch ÖVP sowie SPÖ gefährdet. Die Ankündigung Hundstorfers, dass die Regelung in ihrer jetzigen Form auslaufen werde, fördere ebenso deren Aufgabe. Dass die roten Gewerkschafter die Weiterentwicklung der Hacklerregelung fordern, sei nur "ein plumpes Ablenkungsmanöver", das niemand mehr ernst nehme.

(apa/red)