Hackler-Pension zukünftig erst ab 62:
Hundstorfer will Antrittsalter hinaufsetzen

Sozialminister: Verhandlungen starten im Jänner Überarbeitung der Schwerarbeiterpension angedacht

Hackler-Pension zukünftig erst ab 62:
Hundstorfer will Antrittsalter hinaufsetzen © Bild: APA/Techt

Sozialminister Rudolf Hundstorfer will das Antrittsalter für Hackler-Pension um zwei Jahre anheben. Mit langer Versicherungszeit soll damit nach 2014 ein abschlagsfreier Pensionsantritt mit 62 Jahren für Männer und mit 57 für Frauen weiter möglich sein. Derzeit ist das mit 60 bzw. 55 der Fall. Über dieses Konzept will Hundstorfer im Jänner mit den Sozialpartnern und mit der ÖVP als Nachfolgemodell für die mit Ende 2013 auslaufende Hackler-Regelung verhandeln.

"Ich stelle mir das schrittweise mittels Angleichung an die Korridorpension von 62 Jahren vor. Das Ausmaß der Schritte ist auszuverhandeln - möglich sind sechs Monate, 12 Monate oder auf einmal 24 Monate, wobei ich eher Schritte bin", sagt Hundstorfer in der "Kronen-Zeitung".

Derzeit kann man mit 40 bzw. 45 Versicherungsjahren ohne Abschläge mit 55 bzw. 60 Jahren in die sogenannte Hackler-Pension gehen. Diese Regelung ist mit Ende 2013 befristet. Nach dem nun von Hundstorfer vorgeschlagenen Modell soll das Pensionsantrittsalter für die Hackler-Pension danach schrittweise um zwei Jahre angehoben werden. Wer 40 bzw. 45 Versicherungsjahre hat, könnte dann mit 57 bzw. 62 Jahren weiter abschlagsfrei in die Pension gehen, erläuterte Hundstorfers Sprecher Norbert Schnurrer auf Anfrage der APA. Daneben gibt es weiter die Korridorpension, die man ebenfalls ab 62 in Anspruch nehmen kann. Der Unterschied zur dann ab 2014 neuen Hackler-Regelung bestünde darin, dass man für diese Korridorpension 4,2 Prozent Abschläge in Kauf nehmen muss, diese kann man aber schon mit 37,5 Versicherungsjahren antreten.

Zudem strebt Hundstorfer eine Überarbeitung der Schwerarbeiterpension an. Sie soll um Berufe mit Schwerstarbeit erweitert werden, die jetzt noch nicht erfasst sind. "Für wirklich schwere Hackler soll eine Möglichkeit, vorzeitig in den Ruhestand zu treten, geschaffen werden." Auch die Invaliditätspension soll neu geordnet werden, die Menschen sollen früher in Rehabilitation geschickt werden.

(apa/red)

Kommentare

Sichtweise Hackler Interessanterweise fühlen sich diverse Politiker, Pensionsexperten und sonstige selbsternannte retter der Nation bemüßigt, über die sogenannte Hacklerregelung herzufallen. In der Tat ist das aber eine Langzeitversichertenregel die eben nur bei 45/40 jähriger Versicherungs-(einzahlungs) dauer wirksam wird. Wer von diesen "Experten" bringt denn überhaupt 45/40 Jahre Einzahlungsdauer bis zum 65/60isten Lebensjahr zustande, wenn sie eine höhere Schule besucht haben ?
In der Regel werden diese Herrschaften wohl eher nur maximal 40/35 Jahre einzahlen, bis sie in den Genuss der - in der Regel hohen - Pension kommen.
Von den übrigen Mitbürgern (Landwirte, Eisenbahner, Beamte,..) ganz zu schweigen !
Wo ist also hier die Gegenrechnung der Einzahlungsdauer vs. Pension

62 Das Problem an dieser Rechnung ist nur das Dich der Arbeitsmarkt gar nicht mehr haben will, wenn du über 50 bist.
Darüber sollten sich die Politiker einmal den Kopf zerbrechen.
Wenn es soweiter geht wird bald die Gruppe zwischen 55 und 62 die Gruppe sein die beim AMS am häufigsten vertreten ist.

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