'Haben notwendige Tore nicht geschossen':
Schweizer Coach Kuhn erklärt Ausscheiden

Mangelhafte Chancenverwertung sei fatal gewesen Leistung der Schweizer insgesamt zufriedenstellend

'Haben notwendige Tore nicht geschossen':
Schweizer Coach Kuhn erklärt Ausscheiden © Bild: Reuters/Wermuth

Etwas mehr als 12 Stunden nach dem bitteren 1:2 gegen die Türkei hat Teamchef Köbi Kuhn Donnerstagmittag zum frühen Ausscheiden der Schweizer Stellung genommen. Nach Kuhns Einschätzung ist die "Nati" vor allem an ihrer schwachen Chancenauswertung gescheitert. "Wir haben einfach nicht die notwendigen Tore geschossen. Wir hatten zu wenig Effizienz vor dem Tor", erklärte Kuhn im Teamcamp in Feusisberg.

Ansonsten war der 64-Jährige mit den beiden Darbietungen seiner Truppe in den Gruppe-A-Spielen gegen Tschechien (0:1) und die Türkei (1:2) zufrieden. "Die Mannschaft hat hart gearbeitet, ihre Leistungen waren sehr befriedigend. Wir waren nicht sehr weit von unserem Maximum entfernt. Wir haben gegen Mannschaften, die zu den besten der Welt zählen, auf Augenhöhe mitgespielt. Aber letztlich zählen die Resultate. Es wäre schön, wenn wir noch ums Viertelfinale mitspielen würden, aber dem ist leider nicht so."

Von der Spielstärke habe man sich nach Ansicht Kuhns etwa bei den Leistungen während der WM 2006 eingependelt. Damals hatten die Schweizer das Achtelfinale erreicht und waren dort im Achtelfinale an der Ukraine im Elferschießen gescheitert. "Eine Gruppenphase bei der EM ist sicher schwerer zu überstehen als bei einer WM", weiß Kuhn, dass das EURO-Niveau sehr hoch ist.

Portugalspiel wird Ära beenden
Für Kuhn bedeutet die Partie am Sonntag gegen Portugal ja das letzte Match seiner Teamchef-Ära, er hatte seinen Abschied mit EM-Ende bereits vor einigen Monaten bekanntgegeben. Eine Bilanz wollte er noch nicht ziehen, schließlich stehe ja noch das Portugal-Match aus. "Ich werde am Montag Bilanz ziehen. Jetzt will ich nicht zurück, sondern nach vorne schauen. Das absehbare Ende meiner Amtszeit beschäftigt mich noch überhaupt nicht."

Doch dann plauderte Kuhn doch ein wenig drauflos. "Ich habe sehr viel Schönes erlebt und möchte Danke sagen. Es war eine wunderschöne Zeit. Jetzt werde ich mich dann zurücklehnen und schauen, wie es die anderen machen. Auch auf das freue ich mich." Ratschläge für seinen Nachfolger Ottmar Hitzfeld sind nicht geplant. "Ich bin nicht der Ratgeber von Hitzfeld. Er kennt die Spieler. Ich übergebe ihm ein Team mit großem Wert. Ein Team, das sich auch noch verbessern kann."

Im eigentlich bereits bedeutungslosen heutigen Match gegen die Portugiesen will Kuhn die stärkstmögliche Mannschaft aufs Feld schicken. Die EURO soll ja für die Schweiz doch noch halbwegs würdig zu Ende gehen.
(apa/red)

CASHPOINT - Wollen wir wetten?
Click!