"Haben nichts mit uns zu tun": Terrorver-dächtige in USA sind offenbar keine Moslems

Sieben Männer wurden dem Haftrichter vorgeführt Planten angeblich Anschlag auf den Sears Tower

Die in Florida festgenommenen Terrorverdächtigen sind einem islamischen Verband zufolge keine Moslems. Die fünf US-Bürger und zwei Haitianer "haben nichts mit unserer Gemeinschaft zu tun und sollten nicht Moslems genannt werden", sagte der Chef des Rates für Amerikanisch-Islamische Beziehungen (CAIR) in Florida, Ahmed Bedler. Die Festgenommenen gehörten vielmehr einer "Art Sekte" an, sagte er. Bedler beklagte, dass es nach den Festnahmen in den US-Medien viel "Gerede" gegeben habe, dass es sich bei der Gruppe um "militante und radikale Islamisten" handle.

Die sieben Festgenommenen wurden in Miami dem Haftrichter vorgeführt. Die US-Behörden werfen den Männern vor, sie hätten einen Terroranschlag auf das höchste Gebäude der USA, den Sears Tower in Chicago, geplant. Laut Staatsanwaltschaft schworen sie dem radikal-islamischen Terrornetzwerk Al-Kaida (Al-Qaeda) die Treue. US-Medien zitierten Anrainer, nach deren Aussage die Männer einer Art Sekte namens "Seas of David" ("Meere Davids") angehörten. Die Mitglieder hätten in einem verlassenen Lagerhaus in einem Armenviertel von Miami gewohnt, sich in Militäruniformen gekleidet und exerziert.

Die Vorbereitungen für einen Bombenanschlag auf den Sears Tower in Chicago waren nach Angaben der US-Bundespolizei nicht weit gediehen. Die Verdächtigen hätten weder über Sprengstoff noch über entsprechende Finanzmittel verfügt, um ihre Pläne in die Tat umzusetzen. Ihre einzige vermeintliche Verbindung zum Terrornetzwerk Al Kaida sei ein FBI-Informant gewesen.

Staatsanwalt Alexander Acosta sagte, der Zeitpunkt des Anti-Terror-Einsatzes sei genau richtig gewesen. Man müsse solche Zellen zerstören, "bevor sie die Mittel haben, ihre Ziele zu erreichen."

(apa/red)