"Habe jede Minute genossen": Oberstdorf-
Triumphator Morgenstern Tournee-Favorit

Nach Auftaktsieg: " Ich habe keine Erwartungen" Fettner: "Das größte Ergebnis meiner Karriere"

"Habe jede Minute genossen": Oberstdorf-
Triumphator Morgenstern Tournee-Favorit © Bild: GEPA

Thomas Morgenstern hat die Vierschanzen-Tournee in Oberstdorf so begonnen, wie er selbst die vorangegangene in Bischofshofen beendet hat: Mit einem Tagessieg. Es war bereits der achte en suite für Österreich. "Ich habe jede Minute, jeden Moment auf der Schanze genossen. Ich habe gewusst, dass ich alles in mir habe, was ich brauche für gute Sprünge."

Er hat es genossen, als der Nebel weggezogen ist, und die rund 20.000 Zuschauer zum Vorschein gekommen sind. "Es war sehr emotional, speziell nach dem 2. Durchgang. Dieses Gefühl möchte ich so oft wie möglich haben."

"Ich gehe meinen Weg"
An seiner Erwartungshaltung ändere dieser Auftaktsieg nichts, sagt Morgenstern gebetsmühlenartig. "Ich habe keine Erwartungen. Ich gehe meinen Weg, und der scheint ganz gut zu sein. Es bringt mir nichts, wenn ich ergebnisorientierte Ziele bringe. Ich will gut ins Neue Jahr starten und freue mich auf Garmisch."

Darum blickt der klare Weltcup-Leader - zumindest nach außen hin - nicht auf die Konkurrenz. Er will ganz bei sich bleiben und sich auf seine eigene Leistung konzentrieren. Neu für Morgenstern und auch den Weltcup-Tross war Teamkollege Manuel Fettner auf dem Siegespodest. Schon wieder ein neuer Österreicher, mag sich so mancher gedacht haben.

Überraschungsmann Fettner
Fettner, der mit 25 schon viele Weltcup-Jahre erlebt hat, war freilich überglücklich. "Es hat den höchsten Stellenwert und freut mich unheimlich. Es ist das größte Ergebnis meiner Karriere." Schon jetzt kann er zufrieden auf die weitere Tournee schauen. "Es ist auf jeden Fall jetzt schon eine gute Tournee, diesen dritten Platz kann mir keiner mehr nehmen." Endlich habe er zwei gute Sprünge im Wettkampf gebracht.

Mit dem fünften Zwischenrang nach dem ersten Tournee-Viertel muss der Titelverteidiger sowohl von Oberstdorf als auch als Gesamtsieger vorlieb nehmen: Andreas Kofler war nach dem ersten Durchgang noch Zweiter gewesen. "Er hat im zweiten Durchgang einen Fehler gemacht, war zu spät dran", wusste auch Cheftrainer Alex Pointner.

Für Kofler kein Grund zum Trübsal blasen. "30 Punkte sind eine Menge Holz. Aber ich werde in Garmisch wieder angreifen, ich kann noch freier springen als zuvor. Ich bin zufrieden, der 'Kas' ist noch nicht gegessen, abgerechnet wird am Schluss." Das kann sich auch Simon Ammann, der vorerst Gesamtvierte, denken. Kofler hat 30,6, Ammann tatsächlich exakt 30 Zähler Rückstand auf Morgenstern.

(apa/red)

Kommentare

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Morgi!!!!! Wer braucht da SCHLIERENZAUER!!!!!!!!!!!!

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Re: Morgi!!!!! Als gleichwertigen Gegner!!!

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