"Habe mir die Latte selbst hoch gelegt": Susanne Pumper peilt neuen ÖLV-Rekord an

36-Jährige will 2:32:21 Stunden-Zeit unterbieten PLUS: Alle Infos zum diesjährigen Wien-Marathon

"Habe mir die Latte selbst hoch gelegt": Susanne Pumper peilt neuen ÖLV-Rekord an

In ihrem erst zweiten "offiziellen" Marathon geht Susanne Pumper erneut auf den österreichischen Rekord los. Die 36-Jährige, die im Vorjahr in Wien in 2:32:21 Stunden die alte ÖLV-Bestmarke pulverisierte, ist für den VCM zuversichtlich: "Ich habe gut trainiert und halte es für möglich. Ich werde auf jeden Fall versuchen, den Rekord zu knacken. Ich habe mir die Latte mit der Vorjahreszeit selbst hoch gelegt, aber was man hat, das hat man."

Pumper ist an Marathon-Erfahrung nicht reicher geworden, denn seit dem Vienna City Marathon 2006 hat sie keinen Lauf über 42,195 Kilometer mehr absolviert. "Aber ich weiß jetzt, was mich erwartet. Es ist vom ersten Schritt an bis zum Heldenplatz ein geiles Feeling. Wien ist einzigartig, großartig", bringt sie die notwendige Leidenschaft mit. "Ich habe mit Ausnahme vom Haile Gebrselassie, dem großen Lächler, noch nie einen Läufer gesehen, der am Start so viel Spaß hatte wie die Susi hier im Vorjahr. Wenn sie das wieder mitbringt, dann braucht sie sich keine Gedanken zu machen, ob der zweite Lauf der härteste ist", sagte Veranstalter Wolfgang Konrad.

Denn, so heißt es, der zweite Marathon ist der härteste. Dem kann Pumper Folgendes entgegensetzen. "Streng genommen ist es bereits mein dritter Marathon, also ist alles halb so schwierig. Denn ich bin vor vielen Jahren einen gelaufen, nachdem ich eine Wette mit meinem Vater verloren hatte. Das war auch mein Einstieg in die Laufszene."

Pacemaker als Begleiter
Der Fahrplan sieht vor, dass die ÖLV-Rekordlerin einen Kilometerschnitt von 3:36 Minuten läuft und beim Halbmarathon mit 1:15:50 durchgeht, also eine halbe Minute schneller als im Vorjahr. "Ich werde das Rennen konstant angehen, auf den ersten fünf, sechs Kilometern warm laufen und mich bemühen, nicht gleich loszudonnern. Denn auf der Reichbrücke hast du Flügel an den Beinen, da muss ich mich an meinen Tempomacher halten." Ein Pacemaker begleitet Pumper bis ins Ziel, drei Burschen aus ihrer Laufgemeinschaft werden versuchen, so lange wie möglich mitzuhalten.

Optimalerweise hofft Pumper auf ein Negativ-Split, also die im Vergleich zur ersten Marathon-Hälfte schnellere zweite. Ob sie bereits heuer eine Zeit unter 2:30 Stunden für sich für möglich hält? "Eine 2:29-er-Zeit wäre schön, die will ich irgendwann mal laufen. Ich weiß, was ich kann. Aber am Sonntag steht der Rekord im Vordergrund, ich will kein Risiko eingehen." Druck verspürt sie, aber Druck macht sie sich selbst keinen. Also lächelte sie auch über die Anmerkung von Wolfgang Konrad, der mit Blick auf die prognostizierten 23 Grad Tageshöchsttemperatur sagte: "Die ist noch lange nicht erreicht, wenn die Susi um 11 Uhr 29 und 59 Sekunden ins Ziel kommt."

Nach der Absage der japanischen Vorjahressiegerin Tomo Morimoto ist Pumper auch eine heiße Sieganwärterin, nur die Rumänin Luminita Talpos (2:27:32) und die Russin Natalia Julamanowa (2:30:54) haben bessere persönliche Bestleistungen als die Österreicherin zu Buche stehen. Pumper plant nach Wien einen Marathon im Herbst, bei dem sie sich für die Sommerspiele qualifizieren will. 2008 stehen dann wieder Wien und Olympia in Peking auf dem Programm.

(apa/red)

Weitere Infos zum Vienna City Marathon finden Sie unter: www.vienna-marathon.com