Haarpflege von

Haarausfall-Mythen

Die größten Irrtümer rund um den gefürchteten Verlust unserer natürlichen Haarpracht

Haarausfall © Bild: Thinkstock/iStockphoto

Begünstigt häufiges Kopfwaschen den schrittweisen Verlust unserer geliebten Haarpracht? Oder dünnt sich unsere naturgegebene Kopfbedeckung mit zunehmendem Alter ganz automatisch aus? Es gibt zahlreiche Mythen rund um das Thema Haarausfall. "Moser Medical" ist den gröbsten Irrtümern auf der Spur.

Häufiges Haarewaschen fördert Haarausfall

Stimmt nicht! Zwar finden ambitionierte Kopfwäscher für gewöhnlich auch eine gewisse Menge an Haaren im Ausguss. Tatsächlich fallen beim Waschen aber nur jene Haare aus, die ohnehin schon geschädigt waren. Gesunde Menschen verlieren täglich rund 80 bis 100 Haare. Erst wenn diese Zahl regelmäßig deutlich überschritten wird, spricht man von Haarausfall. Dann bilden sich auch kahle Stellen.

Kopfmassage hilft bei Haarausfall

Schön wär's! Menschen, die nicht von Haarausfall betroffen sind, haben eine stärker durchblutete Kopfhaut. Daraus zu schließen, dass die verminderte Durchblutung die Ursache des Leidens ist, ist allerdings falsch. In Wahrheit ist nämlich die reduzierte Anzahl an Haaren bzw. Haarwurzeln der Grund dafür, dass die Kopfhaut weniger intensiv durchblutet werden muss. Folglich können auch durchblutungsfördernde Maßnahmen wie Massagen den Haarverlust nicht stoppen.

Männer mit Glatze haben eine ausgeprägte Libido

Ebenfalls der Welt der Mythen entsprungen ist die Annahme, dass Männer mit Glatze einen erhöhten Testosteronspiegel haben. Wissenschaftlich nachgewiesen ist zwar, dass die Haarwurzeln eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Dihydrotestosteron, kurz DHT, im Bereich des Kopfes aufweisen. Das ist allerdings nicht die Folge, sondern eine der Ursachen für den Haarausfall. Letztlich besteht auch kein Zusammenhang mit einem generell erhöhten Testosteronspiegel.

Kopfbedeckungen fördern Haarausfall

Dass die Verwendung von Hut, Mütze und Co. die Sauerstoffversorgung der Haarwurzeln einschränkt, ist ein Mythos. In Wahrheit erfolgt sie nämlich von innen heraus und wird durch diverse Kopfbedeckungen keineswegs beeinträchtigt.

Haarausfall betrifft nur Männer

Männer leiden zwar weitaus häufiger unter Glatzenbildung - rund Dreiviertel der männlichen Spezies sind betroffen -, aber auch Frauen sind vor Haarausfall nicht gefeit. Immerhin 30 Prozent sind betroffen. Bei ihnen spielt sich der Haarverlust jedoch weniger im Bereich der Geheimratsecken oder der Tonsur ab, sondern eher auf der Kopfoberseite. Auch punktuelle Lückenbildung oder diffuser Haarverlust sind möglich.

Altersbedingter Haarverlust

Glatzenbildung kann gesundheitlich und stressbedingt, oft aber auch erblich vorbestimmt sein. Das Alter hingegen, ist nicht maßgeblich für den Haarausfall. Zwar verfügen ältere Menschen in der Regel über größere kahle Stellen, doch nur deshalb, weil ihnen der Ausfall bereits über einen längeren Zeitraum hinweg zu schaffen macht. Denn hat er erst einmal begonnen, setzt er sich das ganze Leben lang fort.

Häufiges Schneiden fördert Haarwachstum

Und last but not least ein Mythus zum Thema Haarwuchs, nämlich dass häufiges Schneiden die Haare schneller wachsen lässt. Das sichtbare Haar besteht aus abgestorbenen Zellen, das Wachstum findet ausschließlich an der Wurzel statt. Folglich macht es für das Wachstum keinen Unterschied, wie häufig die Haare geschnitten werden. So oder so wachsen sie rund 1,3 cm pro Monat.

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