Haarlocke von Che Guevara versteigert: Haariges Vermächtnis brachte 100.000 $

Ehemaliger CIA-Agent versteigerte seine Andenken Che Guevare '67 von Amerikanern gefasst & getötet

Haarlocke von Che Guevara versteigert: Haariges Vermächtnis brachte 100.000 $

40 Jahre nach der Ermordung von Ernesto "Che" Guevara im bolivianischen Dschungel ist in Dallas eine Haarlocke des Revolutions-Idols versteigert worden. Zusammen mit anderen "Che-Objekten", darunter Fotos, Landkarten sowie Fingerabdrücken, ging das schwarze Haarbüschel des lateinamerikanischen Guerillaführers für 100.000 Dollar (69.800 Euro) an einen amerikanischen Käufer. Die Objekte waren vom gebürtigen Kubaner Gustavo Villoldo, einem ehemaligen Agenten des US-Geheimdienstes CIA angeboten worden, der im Juli 1967 an der Gefangennahme "Ches" beteiligt war.

"Ich hätte niemals eine derart hohe Summe erwartet", sagte der Ex- Agent der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Ich selbst hätte keine zehn Cent dafür bezahlt", weil es sich um Andenken an "einen Verbrecher" handle.

Von der CIA trainierte Soldaten hatten Che Guevara am 8. Oktober 1967 in Bolivien verletzt, gefangengenommen und einen Tag später auf Weisung des bolivianischen Präsidenten René Barrientos erschossen. Nach eigenen Angaben hatte Villoldo Haarsträhne, Fotos und Fingerabdrücke Che Guevaras als Beweis dafür aus Bolivien mitgenommen, dass seine Mission erfüllt war. Den Angaben des Auktionshauses zufolge protestierte Che Guevaras Witwe gegen die geplante Auktion, ebenso wie Gruppen und Individuen "mit linker politischer Überzeugung".

Der Argentinier Che Guevara hatte in den 50er und 60er Jahren als Gesinnungsgenosse des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro in Lateinamerika gekämpft. Besonders nach seinem Tod wurde er zur Kultfigur der europäischen Studentenbewegung und der Guerillabewegungen in aller Welt.

(apa/red)