H5N1 in Großbritannien: Gefährliches Vogelgrippe-Virus auf Farm nachgewiesen!

160.000 Tiere müssen vorsichtshalber gekeult werden Tod von 2.600 Puten hatte Behörden alarmiert

Das auch für den Menschen gefährliche Vogelgrippe-Virus H5N1 ist auf einer Putenfarm im Osten Englands nachgewiesen worden. Dies sei das Ergebnis eines Tests im EU-Referenzlabor im südenglischen Weybridge, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Alle 160.000 Puten dort dürften nun vorsichtshalber gekeult werden. Das kündigte der Chef des britischen Bauernverbandes, Peter Kendall, im Fernsehsender BBC an.

Die Züchter hätten ein großes Interesse daran, dem Verbraucher deutlich zu machen, dass der Verzehr von Geflügel keine Gefahr darstelle, sagte er. In Europa war das Virus vergangene Woche erstmals seit Sommer 2006 in Ungarn aufgetaucht.

Nach Angaben der EU-Kommission steht noch der Nachweis aus, ob es sich bei dem H5N1-Virus im Verwaltungsgebiet Suffolk um den besonders ansteckenden asiatischen Erregerstamm handle. Um den betroffenen Hof in Holton bei Lowestoft sei eine drei Kilometer weite Sicherheitszone und eine zehn Kilometer weite Beobachtungszone errichtet worden. Der plötzliche Tod von 2.600 Puten auf der Farm hatte am Donnerstag die Gesundheitsbehörden alarmiert. Zuletzt war in Großbritannien im vergangenen März das H5N1-Virus bei einem Wildschwan nachgewiesen worden. Das Tier war in Cellardyde an der Ostküste Schottlands tot aufgefunden worden.

Am Montag war in Ungarn das auch auf den Menschen übertragbare Vogelgrippe-Virus H5N1 erstmals seit dem vergangenen Sommer wieder in Europa nachgewiesen worden. Mehr als 3.000 Gänse in dem betroffenen Betrieb wurden daraufhin geschlachtet. An der asiatischen H5N1-Virusvariante starben seit 2003 mehr als 160 Menschen, die meisten davon in Indonesien, Vietnam und Thailand. (apa/red)