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Guterres bei Präsidentenwahl
in Osttimor klar vorn

Endergebnis wird am Mittwoch erwartet

Bei der Präsidentenwahl im südostasiatischen Inselstaat Osttimor zeichnet sich ein Erfolg des früheren Parlamentspräsidenten Francisco Guterres ab. Der Vorsitzende der linksorientierten Fretilin-Partei lag am Dienstag nach Auszählung von 90 Prozent der Stimmen mit 57 Prozent vorn, wie die nationale Wahlbehörde mitteilte.

Bleibt es dabei, müsste der 62-Jährige nicht einmal in die Stichwahl, sondern wäre gleich im ersten Durchgang gewählt. Das Endergebnis wird am Mittwoch erwartet.

Auf Platz zwei kam demnach Erziehungsminister Antonio da Conceicao mit 32 Prozent. Insgesamt hatten sich bei der Wahl am Montag acht Kandidaten um die Nachfolge des amtierenden Staatschefs Taur Matan Ruak beworben. Guterres galt von Anfang an als klarer Favorit. Seine Fretilin-Partei, die aus der Unabhängigkeitsbewegung hervorging, ist die größte Partei des Landes. Falls es doch noch zu einer Stichwahl kommt, findet diese am 20. April statt.

Osttimor mit seinen etwa 1,2 Millionen Einwohnern war früher eine portugiesische Kolonie und wurde dann von Indonesien besetzt. Erst 2002 wurde es in die Unabhängigkeit entlassen.

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