Guter Rat ist teuer: Alte SPÖ-ÖVP-Regierung
zahlte 30,6 Millionen Euro für Beraterkosten

Spitzenreiter: Verkehrsministerium mit 5,5 Mio. Euro Schüssel-Sprecherin Glück beriet Außenministerium

Guter Rat ist teuer: Alte SPÖ-ÖVP-Regierung
zahlte 30,6 Millionen Euro für Beraterkosten © Bild: APA/Fohringer

Die alte rot-schwarze Bundesregierung hat rund 30,6 Millionen Euro für externe Beraterfirmen während ihrer Amtszeit ausgegeben. Spitzenreiter war der jetzige Bundeskanzler und damalige Verkehrsminister Werner Faymann mit insgesamt 5,5 Mio. Euro. Den zweiten Platz belegt Martin Bartensteins Wirtschaftsministerium mit rund 4,58 Mio. Euro, den dritten das Umweltministerium des nunmehrigen Vizekanzlers Josef Pröll mit 3,79 Mio. Euro.

Die Summe für die externen Beraterfirmen ergibt sich aus Antworten auf mehrere parlamentarische Anfragen, die das BZÖ für das vergangene Jahr sowie die Grünen für 2007 gestellt hatten. Zum Vergleich: Die schwarz-blaue Regierung unter Wolfgang Schüssel hatte einst in einem Jahr "lediglich" 9,3 Mio. Euro für Beratertätigkeiten ausgegeben. Diesmal waren es etwa allein 2008 rund 17,5 Mio. Euro. Und die Summe könnte weiter steigen, Antworten von Justiz- und Unterrichtsministerium sind noch ausständig.

Sparefrohs
In der Aufstellung befindet sich am vierten Platz das Sozialministerium mit 3,55 Mio. Euro, das Innenministerium hat im selben Zeitraum 2,45 Mio. Euro ausgegeben. Vergleichsweise sparsam verhielten sich das Finanzministerium (1,31 Mio. Euro) und das Bundeskanzleramt (957.600 Euro).

Glück im Außenministerium
Das Außenministerium steht mit 264.580 Euro für Beraterkosten zwar am Ende der Auflistung, fällt aber durch den Einsatz alter Bekannter aus der schwarz-blau-orangen Ära auf: 32.900 Euro gingen an die Agentur "Spirit Support" von Heidi Glück, der Ex-Pressesprecherin von Alt-Kanzler Schüssel. "Team Consult Wien" erhielt 10.400 Euro, Beraterin ist dort die schwarze Nationalratsabgeordnete Cortolezis-Schlager.

(apa/red)