Gute Zeiten für Uhrenhersteller Swatch: Rekordgewinn von 843 Mio. Euro erzielt

Gegenüber 2009 Gewinnsteigerung von 41,5 Prozent Unternehmen soll durch Investitionen weiter wachsen

Gute Zeiten für Uhrenhersteller Swatch: Rekordgewinn von 843 Mio. Euro erzielt © Bild: EPA/Bally

Wie ein Schweizer Uhrwerk liefen die Verkäufe des Schweizer Uhrenkonzern Swatch im vergangenen Jahr. Mit einem Reingewinn von 1,08 Milliarden Franken (843 Millionen Euro) konnte 2010 ein neues Rekordergebnis erzielt werden. Gegenüber 2009 entspricht das einer Gewinnsteigerung um 41,5 Prozent. Das ausgezeichnet Ergebnis hat Swatch nicht zuletzt dem Verkaufsboom beim Luxusuhren zu verdanken. Der starke Aufwärtstrend des Vorjahres habe sich auch im Jänner 2011 "bereits wieder bestätigt", teilte das Unternehmen mit und rechnet heuer mit einem ebenso erfolgreichen Jahr.

Operativ konnte sich die Swatch Group im Vorjahresvergleich sogar noch deutlicher verbessern. Der Betriebsgewinn stieg um 59 Prozent auf 1,44 Milliarden Franken. Bereits Mitte Jänner hatte der Konzern mitgeteilt, dass der Bruttoumsatz 2010 trotz des starken Franken um 18,8 Prozent auf einen Rekordwert von 6,44 Milliarden Franken gestiegen ist.

Der Umsatz mit Uhren und Schmuck stieg im Vergleich zu 2009 um knapp ein Viertel auf brutto 5,5 Milliarden Franken. Beim Betriebsgewinn dieses Geschäftssegments legte Swatch sogar um mehr als 50 Prozent zu. Erfolgreich war Swatch nicht nur im Uhren- und Schmuckbereich, sonder auch mit der kleinen Sparte für elektronische Systemen. In diesem Segment wurden mit 440 Millionen Franken 11,7 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahr. Der Betriebsgewinn der Sparte stieg von 24 auf 57 Millionen Franken.

Konzern soll weiter wachsen
An der positiven Entwicklung habe auch die ungünstige Währungskonstellation nichts geändert, insbesondere die derzeitige Schwäche von Dollar und Euro gegenüber dem Schweizer Franken. Insgesamt wurden bei Swatch im vergangenen Jahr 1.600 neue Stellen geschaffen. Die Mitarbeiterzahl von Swatch stieg damit auf mehr als 25.000 an.

Der Bieler Uhrenkonzern will auch mittelfristig weiter wachsen und die Umsatzmarke von 10 Milliarden Franken knacken. Gezielte Investitionen in das Vertriebsnetz und der Ausbau der Produktionskapazitäten sollen zur Erreichung dieses Zieles beitragen.

(apa/red)