Gute Wetterprognose für Wiener Marathon:
Aber die Sonne könnte Läufern einheizen

Erstes Ambulanzzelt erst nach neun Kilometern Versorgung: 16 Notärzte und 250 Sanitäter bereit

Gute Wetterprognose für Wiener Marathon:
Aber die Sonne könnte Läufern einheizen © Bild: Reuters/Zolles

Der Vienna City Marathon am Sonntag werde bei "tadellosem Wetter" stattfinden. Das prognostizierten die Meteorologen der ZAMG. Die Temperaturen erreichen demnach 20 Grad, die Läufer brauchen nicht mit Gegenwind zu kämpfen, sollten aber auch nicht auf Unterstützung durch Rückenwind hoffen. "Die Sonne wird den Läufern eventuell ein bisschen einheizen", hieß es auf der Hohen Warte. Schwül werde es aber nicht sein.

Nach einem recht unbeständigen Samstag wird der Sonntag seinem Namen alle Ehre machen. Mit dem sehr freundlichen Frühlingswetter ist es dann allerdings bald vorbei. Ab Montag ist von Westen her mit massivem Störungseinfluss zu rechnen, es kühlt auf 15 bis 16 Grad ab. Die Schneefallgrenze sinkt auf 1.500 Meter.

Medizinische Versorgung top
16 Notärzte und rund 250 Notfalls- und Rettungssanitäter, Diplomschwestern und -pfleger sowie 18 Rettungs-, zwei Notarztwagen und sechs Funktionswagen sowie zwölf Versorgungszelte sorgen für eine Rundum-Betreuung der Läufer. Diese Zahlen gab der Samariterbund bekannt, der traditionell für die medizinische Versorgung bei der Großveranstaltung zuständig ist.

Für die Sanitätsversorgung sind insgesamt 29 Versorgungspunkte vorgesehen, wobei für die Läufer ab Kilometer 9 rund alle fünf Kilometer Ambulanzzelte aufgestellt sind. Zwischen den einzelnen Ambulanzstationen sind Rettungs- und Krankentransportfahrzeuge für die Erstversorgung postiert, so dass alle zwei Kilometer eine Betreuungsposition besteht. Außerdem fahren im Feld zwei Notarztwagen mit.

"Ablagestation" im Zielraum
Im Zielraum gibt es eine große Sanitätshilfsstelle mit neun Zelten. Abseits des Zieleinlaufes wird eine "Ablagestation" in zwei Sanitätszelten mit 30 bis 40 Feldbetten errichtet, um "normal erschöpften" LäuferInnen, die keiner ärztlichen Betreuung bedürfen, eine Rastmöglichkeit zu bieten bzw. dort kleinere Blessuren versorgen zu können, hieß es in einer Aussendung des Samariterbundes.

Im vergangenen Jahr gab es 309 Verletzte. Tipps des Chefarztes des Samariterbund Wien, Prim. Dr. Helmut Seitz:

Nur wer sicher ist, belastbar und gesund zu sein, sollte starten.
Ernährungstechnisch sollte man im Vorfeld ausreichend Kohlenhydrate zu sich nehmen, damit man am Marathontag die notwendigen Kraftreserven hat.
Ausreichend trinken, die persönlichen Grenzen rechtzeitig wahr- und entsprechend ernst nehmen.

(apa/red)