Gut fünf Jahre nach Premiere: Biathlet
Sumann feiert Weltcup-Erfolg in Pokljuka!

Verbesserte sich von Rang 17 auf den ersten Platz Mesotitsch fixiert mit 4. Rang das Top-Teamergebnis

Gut fünf Jahre nach Premiere: Biathlet
Sumann feiert Weltcup-Erfolg in Pokljuka!

Fünf Jahre nach dem Erfolg von Daniel Mesotitsch in Antholz durften die ÖSV-Biathleten wieder über einen Weltcupsieg jubeln. Christoph Sumann gelang in Pokljuka bei Bled nach mehreren starken (Teil)-Leistungen die so erhoffte bisherige Krönung der Saison: Er feierte in der Verfolgung gut fünf Jahre nach seinem Premierenerfolg (21.12.2001 in Osrblie) den zweiten Erfolg im Weltcup.

Einen Tag nach seinem 31. Geburtstag präsentierte sich der Steirer in Schießen und Laufen in Topform. Mit nur einem Fehler bei 20 Schüssen und der zweitbesten Zeit in der Loipe (in Abwesenheit von Superstar Ole Einar Björndalen) verbesserte sich Sumann von Rang 17 auf eins und ließ den 58,8 Sekunden vor ihm gestarteten deutschen Sprint-Sieger Alexander Wolf (2 Strafrunden) um 15,7 Sekunden und den Franzosen Vincent Defrasne (2) um 27,6 Sekunden hinter sich. Auch der Kärntner Daniel Mesotitsch (37,4), der sich dank fehlerfreiem Schießen sogar von Rang 32 auf vier steigerte, erreichte sein bestes Saisonresultat.

Sumann hatte in den vergangenen, erfolglosen Jahren oft an sich gezweifelt, umso glücklicher war er über die späte Bestätigung. "Der Knackpunkt war der dritte Rang in Ruhpolding, da habe ich gesehen, dass es nicht unmöglich ist. Es ist eine Kopfsache", meinte der Staffel-WM-Dritte von Hochfilzen 2005.

Sumann hatte im feuchten Schnee in 1.400 m Höhe im ersten Liegend-Schießen den einzigen Fehler verzeichnet, vor dem vierten und letzten Schießen hatte er schon den führenden Wolf vor sich. Der Deutsche verzeichnete seinen zweiten Fehler, Sumann behielt hingegen kühlen Kopf. "Ich habe überhaupt nicht an das Podium gedacht. Das letzte Schießen war total einfach, ich habe nur Schwarz gesehen und abgedrückt."

Der Familienvater und Polizeiangehörige aus Frojach schaffte einen weiteren "Nuller" und als Wolf aus der Strafrunde kam, hatte er schon sieben Sekunden Rückstand auf den Österreicher. Der gab die Führung auf der letzten Runde nicht mehr aus der Hand. "Ich habe mich bei der letzten Steigung erstmals umgedreht und ihn nicht mehr gesehen, da habe ich gewusst, es reicht", erzählte Sumann.

Cheftrainer Alfred Eder freute sich über den ersten Sieg unter seiner Führung nach mehrfachem knappen Scheitern. "Beim Sumi hat es sich angekündigt, er war zuletzt Dritter und hat in der Staffel mehrmals zweitbeste Teilzeiten erreicht", sagte Eder. Die zwei Spitzenplätze entschädigten den Coach aus Salzburg auch für schwierige Stunden nach den Vorfällen bei den Winterspielen in Turin. "Das haben wir uns erträumt, nach Jahren wieder Stockerlplätze zu schaffen. Ein wilder Aufschwung. Das tut gut, jetzt taugt's mir auch wieder."

Ole Einar Bjöerndalen (NOR) verteidigte die Weltcupführung in Abwesenheit (Training für Biathlon- und Nordische WM) mit nur einem Punkt Vorsprung erfolgreich. Der Deutsche Michael Greis verpasste das Gelbe Trikot nach Rang 15 vorerst knapp. Ob er am Sonntag im Massenstart-Bewerb danach greifen würde, war vorerst fraglich, der dreifache Olympiasieger laboriert an einer Blockade im Rücken.

(apa/red)