Gusenbauer bleibt in SPÖ unter Beschuss:
Kritik an milder Reaktion in Strache-Affäre

Prammer mit Formulierung 'Jugendtorheit' unglücklich Einem fordert 'klare Haltung' der SPÖ in dieser Causa

Gusenbauer bleibt in SPÖ unter Beschuss:
Kritik an milder Reaktion in Strache-Affäre

Die milde Reaktion von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (S) auf die Bilder-Affäre rund um FP-Chef Heinz-Christian Strache stößt SP-intern weiterhin auf Kritik. Gusenbauer hatte die Kampfsport-Fotos Straches im Military-Look als "Jugendtorheiten" abgetan. SP-Europasprecher Caspar Einem forderte in der "Zeit im Bild 2" eine "klare Haltung" der SPÖ in dieser Causa.

Bei den Bildern gehe es ja nicht um irgendwelche "Spielereien", betonte Einem und wies die Einschätzung seines Parteichefs zurück: "Das fällt für mich nicht unter Jugendsünden." Es könne zwar eine parlamentarische Kooperation mit der FPÖ in einzelnen Sachfragen geben, aber: "Ich habe kein Verständnis dafür, wenn es auch nur den Anschein hat als würde die SPÖ diese menschenverachtende Haltung auf der rechten Seite dulden."

Und, so der Abgeordnete: "Ganz egal, ob eine Strategie oder nicht dahinter steht: Hier gibt es einen Maßstab und das sind die Menschen, die (den Holocaust, Anm.) gerade noch überlebt haben, und denen sind wir eine klare Haltung schuldig." Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (S) bekannte in der "Presse": "Das war vielleicht nicht die glücklichste Formulierung."

(apa/red)