Gusenbauer berät
Gläubigerschutzverband AKV

Alpenländischer Kreditorenverband hat prominent besetzten Beirat eingerichtet

Ex-SPÖ-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hat eine neue Funktion. Gemeinsam mit dem früheren ÖVP-Nationalratsabgeordneten Michael Ikrath und dem Ex-Chef der Vienna Insurance Group (VIG), Peter Hagen, bildet er den neu eingerichteten Beirat des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV).

von Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer © Bild: APA/HANS PUNZ

Der AKV ist einer von drei großen in Österreich tätigen Gläubigerschutzverbänden. Zum Geschäftsfeld gehört auch „Forderungsmanagement“ für Unternehmen – das reicht von Bonitätsbewertungen bis zu Inkassodienstleistungen. Das spielt gerade im Finanzbereich eine wichtige Rolle. Potenzielle Kunden kommen nicht zuletzt aus dem Banken- bzw. Versicherungssektor.

„Auslagern von Fixkosten“

„Alle drei Beiratsmitglieder haben jahrelange Erfahrung und kennen die wirtschaftspolitischen Herausforderungen, die sowohl den privatwirtschaftlichen als auch den öffentlichen Bereich betreffen“, meint AKV-Europa-Geschäftsführer Hans Musser.

Banken müssten finanziellen Spielraum für Investitionen gewinnen, erklärt Ikrath, der neben seiner Abgeordnetentätigkeit jahrelang Generalsekretär des österreichischen Sparkassenverbandes war. Das „Auslagern von Fixkosten“ und das Zukaufen von Leistungen Dritter sei dabei ein Thema. Der AKV sei in der Lage diesbezüglich ein „überzeugendes Angebot“ zu machen.

Hagen wiederum verweist auf den Versicherungsbereich: „Forderungsmanagement ist für Versicherungen ein zentrales Thema“, erklärt der frühere VIG-Generaldirektor und nunmehrige Startup-Gründer. Der AKV habe bei der diesbezüglichen Technologie „eine führende Stellung.“

„Fast ehrenamtlich“

Beiratsvorsitzender Gusenbauer will seine Expertise an der Schnittstelle zwischen öffentlichem Sektor und der Privatwirtschaft einbringen: Forderungsmanagement habe darauf Rücksicht zu nehmen, dass die Stabilität des Wirtschaftssystems gewahrt bleibe, meint Gusenbauer. Er wolle dazu beitragen, dass bei der öffentlichen Hand „noch mehr Bewusstsein“ für dieses Thema entstehe.

Danach gefragt, wie viel der Beirat den AKV koste, meinte Gusenbauer, die Tätigkeit sei „fast ehrenamtlich“. Es gebe nur Sitzungsgeld.