Günther Jauch von

Eklat bei Jauch

Demonstrant wird von Securities aus Live-TV-Sendung geworfen. Jauch schreitet ein.

Günther Jauch - Eklat bei Jauch © Bild: youtube.com

Schreckmomente in der sonntäglichen Talkshow von Günther Jauch. Ein Mann stürmt die Bühne und will sich Gehör verschaffen. Sofort wird er von mehreren Sicherheitsleuten gewaltsam aus dem Studio geschleppt. Doch dann schreitet Günther Jauch ein.

Es beginnt wie eine stinknormale Politik-Talkshow. Günther Jauch begrüßt im Studio Politikprominenz wie Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit, FDP-Vertreter Christian Lindner, Umweltminister Norbert Röttgen, Renate Künast von den Grünen, Gregor Gysi von der Linken und Johannes Ponader, dem Geschäftsführer der Piratenpartei. Thema: Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und NRW.

Doch dann stürmt ein junger Mann aus dem Publikum die Bühne und will sich lautstark Gehör verschaffen. Sofort wird er von Sicherheitsleuten in die Mangel genommen, während die Kamera auf dem Gesicht von Klaus Wowereit verharrt. Der Mann wird unsanft aus dem Studio geschleppt. "...Aber das wird man doch nochmal sagen können", versteht man noch, dann schlägt die Türe zu.

Perplex bleiben die Talk-Gäste zurück: "Aber dieser Einsatz ist irgendwie ein bisschen sehr hart", hört man Renate Künast murmeln.

Günther Jauch ist gleich hinterhergeeilt, schickt einen Herren aus, um den Mann ins Studio zurückzuholen: "Hier wird keiner aus der Sendung wie in der Ukraine einfach rausgehauen!"

Was wollte der Mann?
Es geht um den Neubau der Berliner Ernst-Busch-Schauspielschule. Die Studenten verlangen seit Jahren eine Zusammenführung der vier Standorte in einem Neubau. Doch es wurde vom zuständigen Stadtsenat aus Kostengründen abgelehnt.

Der junge Mann kehrt wieder ins Studio zurück und wird von Günther Jauch abgemahnt: "Es kann nicht Sinn der Sache sein, dass sich irgendjemand hier in die Sendung reinsetzt und dann das, was er gerne verhandelt haben möchte, das aber nicht Gegenstand der Sendung ist - dass das im Grunde mit Gewalt hier reingedrückt wird. Ihnen soll keine Gewalt angetan werden, aber wir können dann auch nicht auf diese Weise dieses Thema dann hier besprechen."

Zu Wort kommt der Protestler dann nicht mehr.