Gül wirbt in Wien für EU-Beitritt der Türkei:
"Österreich würde davon stark profitieren"

Türkischer Präsident traf heute auf Kanzler Faymann Faymann: "Beitrittsverhandlungen sind ergebnisoffen"

Gül wirbt in Wien für EU-Beitritt der Türkei:
"Österreich würde davon stark profitieren" © Bild: APA/Schlager

Der türkische Präsident Abdullah Gül hat sich am zweiten Tag seines Staatsbesuchs in Österreich weiter bemüht, die Bedenken von Politikern und Bevölkerung gegenüber einem EU-Beitritt seines Landes zu zerstreuen. Bei der Eröffnung des österreichisch-türkischen Wirtschaftsforums in Wien wies Gül auf das große wirtschaftliche Potenzial seines Landes hin.

Österreich, das schon jetzt intensive wirtschaftliche Beziehungen mit der Türkei habe, würde von einem EU-Beitritt Ankaras stark profitieren. Er wisse, dass in der österreichischen Bevölkerung die Unterstützung für einen EU-Beitritt nicht stark sei, räumte Gül ein. Man müsse die Öffentlichkeit aber besser informieren über die Möglichkeiten und den Zugewinn, den ein solcher Schritt bedeuten würde. Vor allem Geschäftsleute, die ja gute Rechner seien, sollten in diese Hinsicht Verantwortung übernehmen.

Bei dem Wirtschaftsforum, an dem auch Bundespräsident Heinz Fischer, Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl und der türkische Kammerpräsident Rifat Hisarciklioglu das Wort ergriffen, wurde die nunmehr enge wirtschaftliche Verflechtung beider Länder betont.

Starke Wirtschaftsbeziehungen
So überschritten die österreichischen Exporte in die Türkei im Vorjahr erstmals die Ein-Milliarden-Euro-Schwelle und verzeichneten einen Zuwachs von 40 Prozent. Im Jahr 2010 war Österreich der größte ausländische Investor in der Türkei.

Bei einem Gespräch mit Bundeskanzler Faymann wurde als besonders gutes Beispiel der Zusammenarbeit das Projekt der Gaspipeline Nabucco unter Federführung der OMV bewertet.

Faymann machte im "sehr offenen" Gespräch mit Gül zugleich deutlich, dass die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei für Österreich "ein ergebnisoffenes Verfahren" seien. Selbst im Fall eines positiven Abschlusses werde in Österreich verpflichtend eine Volksabstimmung darüber abgehalten. Zudem sprach der Bundeskanzler unter anderem das Thema Pressefreiheit an. In der Türkei sind derzeit 70 Journalisten inhaftiert.

(apa/red)

Kommentare

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bezüglich Islamisierung Ja die große Angst vor der Islamisierung gibt es auch noch:)

1. studiert mal alle Religionen - dann werdet ihr checken an welchen Schwachsinn ihr glaubt. Die selbstbewusste und starke Haltung der Muslime hängt damit zusammen, weil sie wissen dass sie sich für die richtige Religion bekennen.

Ihr bekennt euch zum Christentum, habt keine Ahnung davon, aber ist eben eine gemühtliche Religion:)

Ja, wass ich teilen wollte Zitat von "Premierminister R. Tayyip Erdogan":

"Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.. "

Weder den Aufstieg des Islams, noch der Türkei werdet ihr verhindern können:)

Bauern halt, ich sag ja immer, in Ö. da sind die Berge so hoch - da können die Hansis nicht drüber schaun:)

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Eigentlich sollte man ja auf derartige Hetzpostings nicht reagieren ich mache es trotzdem, vielleicht kann ich sie damit etwas zum Nachdenken bewegen. Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, kenne ich die Türkei etwas und habe auch zu sehr vielen Bewohnern der Türkei ein sehr gutes Verhältnis. Anscheinend haben die Türken, die sich in Österreich aufhalten eine völlig andere Mentalität als deren Landsleute daheim. Leute wie sie (und einige hirnlose türkische Politiker, bzw. Beamte) sind dann der Grund für die Ablehnung mit der sie in ganz Europa (nicht nur in Österreich!!) konfrontiert werden. In diesem Sinne bin ich mir auch absolut sicher, dass ein EU-Beitritt der Türkei von der Bevölkerung Deutschlands und Frankreichs genauso abgelehnt wird. Übrigens genügt dafür sogar schon die Ablehnung Zyperns!

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Re: bezüglich Islamisierung Ein österreichischer Spruch, welcher auf dich ganz besonders zutrifft: "sog amoi an deppaten das er deppat is".

Türkei - EU Die Türkei ist bereits so weit, dass sie auf die EU verzichten kann. Für Erdogan ist die EU sowieso ein "Christenklub", das hat er auch offen gesagt :)

Konjunkturgerecht muss er aber noch sagen "ja wir wollen zur EU":) Die Tatsache, dass man die Türkei nicht in der EU haben will, weiss die türk. Regierung sehr wohl.

Nur entscheidend ist die Haltung bon GB, FR und D. Die restlichen Länder samt Ö. können sich Aussagen über Referendum bzw. Vetorecht etc. verkneifen:) Einen Druck halten diese Zwerge nicht aus:)

Deshalb muss ich immer lachen wenn Österreicher meinen, Türkei EU Nein usw. :) Bauern wer fragt denn euch, ihr seid Figuranten sonst nichts.

EU = FR, GB, D

Rest = Dreck :)

Türkei ist ohne EU noch lange nicht verloren, außerdem wird das Projekt EU sowieso in die Hose gehen :)

Österreichische Politiker... ...sollten endlich auch österreichische Interessen vertreten!

stabilis melden

Um keinen Fall... ...wird irgendein Referendum in Europa PRO Türkeibeitritt zur EU ausgehen - das ist chancenlos! Sogar migrierte Türken warnen davor und vor der weiteren Islamisierung.

Warum sagen unsere feigen Politiker nicht endlich: hey, lasst und Geschäfte machen und gute Nachbarn sein, das war dann aber!

Vielleicht liegt es an den NATO / USA Interessen in der Türkei das unsere Politiker da so Weicheier sind?

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Re: Um keinen Fall... Was versteht Ihr unter Islamisierung? Oder, noch leichtere Frage: was versteht Ihr unter Islam? Ist das glaube an einen Gott, den Schöpfer des ganzen Universums? Oder ist das etwas Unbekanntes, was sich mit Alten und Neuen Testament nicht in Resonanz befindet. Oder dieser Resonanz haben immer Menschen kaputt gemacht, weil viele Sie sich nicht an Botschaften halten wollten?

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Was ist... ... Glaub überhaupt ??

GLAUBE, ist für mich der Wettstreit, welcher Imaginäre Freund der bessere, stärkere etc. ist, und nicht mehr !!

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Wozu? Wozu der ganze Hick-Hack um einen Beitritt der Türkei. Der Großteil dieses Staates befindet sich auf dem asiatischen Teil. Es heißt ja auch Europäische Union und nicht Eurasische Union.

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Re: Wozu? Warum ist den Zypern dabei, eine Insel im Mittelmeer:) Wobei die Hälfte eine türk. Republik ist, das ist ja das nächste was ihr nicht akzeptieren wollt.

Da sind 30.000 türk. Soldaten stationiert, da gibt es zwei Staaten:) Da können die Griechen schreien bis es ihnen den Arsch zerreist, meinetwegen:)

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