Gudenus gesteht Zusage zu
Rechtsextremisten-Kongress ein

FPÖ-Vizechef: Habe nach Kundmachen von Neonazi-Teilnehmern abgesagt

von Johann Gudenus © Bild: APA/HERBERT P. OCZERET

Bei dem Kongress handelt es sich um das "Internationalen Russischen Konservativen Forum" am 22. März in St. Petersburg. Dort erwartet werden mehrere Rechtsaußen-Parteien, darunter die Neonazi-Bewegung Goldene Morgenröte aus Griechenland und die deutsche NPD. Der Veranstalter Juri Ljubomirski von der russischen Rechtspartei Rodina sagte der Zeitung "Kommersant", er hoffe auf Hilfe der europäischen Parteien bei der Abschaffung der Russland-Sanktionen.

Treffen nachträglich abgesagt

Gudenus betonte, er habe nach Erhalt einer Teilnehmerliste am 26. Februar abgesagt. "Auf Grund der angeführten Namen, durch die sich herauskristallisierte, welche europäischen Parteien Vertreter schicken würden, hat sich Mag. Gudenus entschlossen, seine Zusage zu revidieren und hat sich von dem Forum wieder abgemeldet", teilte die FPÖ mit.

Erst am Dienstag hatte Gudenus telefonisch der APA gesagt: "Ich hatte nie vor, dorthin zu fahren". Auf die Inhalte der Veranstaltung angesprochen sagte der Wiener FP-Klubchef, es handle sich um "interessante" Themen. "Da geht's um konservative Politik, Wertepolitik. Wir reden mit jedem." Er sehe "da kein großes Problem". Angesprochen auf die Teilnahme von rechtsextreme Parteien sagte Gudenus: "Woher soll ich wissen, wer noch dort ist".

"Gedächtnislücken" bei Gudenus

Als Grund für die widersprüchlichen Angaben nennt der FPÖ-Politiker Gedächtnislücken. Es sei festzuhalten, dass Gudenus "zahlreiche Einladungen bekommt und vor allem jene, die bereits abgesagt wurden - aus welchen Gründen auch immer - naturgemäß nicht mehr präsent hat, um in der Sekunde Rede und Antwort zu stehen."

Erst im September vorigen Jahres war der blaue Vize-Parteichef Gudenus kritisiert worden, nachdem er bei einem "Familien-Forum" in Moskau gegen die Macht der "Homosexuellen-Lobby" gewettert. Zuvor nahm er als inoffizieller Wahlbeobachter am international als illegitim kritisierten Abspaltungsreferendum auf der Krim teil. Gudenus hat in Moskau studiert und spricht fließend Russisch - er gilt darum in seiner Partei als Kenner der Region.

Kommentare

Nudlsupp melden

Mein lieber Christian, wieso haben Sie Probleme damit, wenn Fehler der F und deren Vertreter aufgezeigt werden? Denken Sie doch mal darüber nach, in welcher Art und Weise die F tobt und pöbelt, rufen Sie sich in Erinnerung wie Sie alles und jeden kritisieren. Meist sogar mit Lügen und Unwahrheiten. Wieso soll es dann so schlimm sein die F ebenfalls zu kritisieren?

giuseppeverdi melden

@Nudlsupp. Ich bin zwar nicht angesprochen erlaube mir aber AUCH eine Antwort auf Ihre Frage: Natürlich ist es rechtens, wenn die Presse über die nahezu rüpelhaft zu nennenden verbalen Ausrutscher von Strache berichtet. Es geht bei den Berichten aber um Gerechtigkeit .Auch SPÖler habe speziell im Parlament rüpelhaft gebrüllt. Da schweigt die vereinigte Presse von Österreich. Warum frage ich Sie?

giuseppeverdi melden

Oder haben sie z.B. auf NEWS je einen Bericht über einen verbalen Ausrutscher von SPÖ-Politkern gesehen oder gelesen. Und dann die Bilder, die von Strache veröffentlicht werden. Es gibt auch vom Kanzler unvorteilhafte Bilder. Haben Sie je ein solches in NEWS gesehen. Noch Fragen Nudlsupp?

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Mein lieber Verdi, was eine Gleichberechtigung betrifft, bin ich vollkommen Ihrer Meinung. Ich halte nichts davon einen Menschen zu stigmatisieren, nur weil er etwas stärker pigmentiert ist, ich halte aber auch nichts davon, Politiker wie die Sau durchs Dorf zu treiben, nur weil sie einem politischen Lager angehören, die einem Medium nicht so nahe steht.....

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so habe ich beim ORF bei den Vorstadtweibern eine klare Position bezogen, nämlich daß es einem öffentlich rechtlichen Medium nicht zusteht, sowas ohne Konsequenzen durchgehen zu lassen, so habe ich auch Position bezogen, daß eine Demokratie wie die unsere das Geschwätz eines Wilders genau so aushalten wird, wie den geistigen Dünnschi*`* eines Erdogan...

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.. auch wenn es kein Blauer mehr ist, ich habe auch den Freispruch des Hrn. Westenthaler persönlich als richtig empfunden. Meiner Meinung nach, bietet die F in ihrer Politik genügend Ansätze,sich daran zu reiben. Ein entschiedener Gegener bin ich ich jedoch von der Hetze, die von Teilen der F bewusst betrieben wird und in der Politik nichts verloren hat. Das gehört sich einfach nicht.

christian95 melden

Gusenbauer (SPÖ) hat auch die russische Erde geküsst und wurde Bundeskanzler. Offensichtlich ist Russland bei Linken und Rechten Politikern sehr beliebt.

christian95 melden

Die Umfragen müssen niederschmettern sein. Wenn nun, knapp vor der Wiener Wahl, fast täglich Medien über die FPÖ negativ berichten. Ganz zufällig bekommen sie von der Regierung und deren nahestehenden Betrieben hohe Förderungen und Werbeeinschaltungen. Je mehr negativer über die FPÖ berichtet wird um so höher die "Förderungen"?

christian95 melden

Niemand berichtet z.B. über die täglichen Staus auf der Wiener Südost-Tangente. Seit ihrer Regierungsbeteiligung verhindern die Grünen mit ihrer Verkehrsstadträtin dass der gesamte Transit an Wien vorbei geleitet wird. (Nach dem Motto: Je mehr Transit durch die Stadt und näher zu dem Menschen um so besser).

Eloy melden

Ja das ist ja so einfach zig-tausende Fahrzeuge einfach umzuleiten. Kostet nichts und würde auf Knopfdruck funktionieren von heute auf morgen. In Diktaturen funktioniert das sehr gut. Es scheint als hätten sie ihre Erfahrung mit solchen ... Aber um das zu erkennen braucht man einen IQ von größer als 95 ....

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