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Gruppeneinteilung für die
WM 2014 in Brasilien

Die Auslosung der Fußball-WM hat folgende acht Vierergruppen ergeben

WM 2014 Brasilien Brazuca © Bild: 2013 Getty Images

Die Auslosung für die Fußball-WM 2014 in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) hat am Freitag in Costa do Sauipe eine Gruppe mit drei Ex-Weltmeistern gebracht. Im Pool D spielen Uruguay, Italien und England gemeinsam mit Außenseiter Costa Rica. Doch auch die Gruppe B hat es mit der Neuauflage des WM-Finales 2010 zwischen Spanien und den Niederlanden sowie Chile in sich.

THEMEN:

Gruppe A: Brasilien, Kroatien, Mexiko, Kamerun
Gruppe B: Spanien, Niederlande, Chile, Australien
Gruppe C: Kolumbien, Griechenland, Elfenbeinküste, Japan
Gruppe D: Uruguay, Costa Rica, England, Italien
Gruppe E: Schweiz, Ecuador, Frankreich, Honduras
Gruppe F: Argentinien, Nigeria, Bosnien-Herzegowina, Iran
Gruppe G: Deutschland, Portugal, Ghana, USA
Gruppe H: Belgien, Algerien, Russland, Südkorea

© REUTERS/Sergio Moraes

Das Eröffnungsspiel bestreitet Brasilien am 12. Juni in Sao Paulo gegen Kroatien. Daneben bekommt es der Gastgeber noch mit Mexiko und Kamerun zu tun. Österreichs Quali-Gegner Deutschland trifft in der ersten Turnierphase in Gruppe G auf Portugal, Ghana und die USA. Somit kommt es zum Duell von DFB-Bundestrainer Joachim Löw mit seinem Vorgänger Jürgen Klinsmann, der nun mit Co-Trainer Andreas Herzog das US-Team betreut. 2006 hatten die Deutschen bei der Heim-WM unter Klinsmann und seinem Assistenten Löw Platz drei erreicht.

© APA/Hirsch

"Wir waren gestern noch mit Jürgen Klinsmann Abendessen. Er hat von einer Entwicklung gesprochen. Ab sofort wird er ein wenig verschlossener sein", meinte Deutschlands Teammanager Oliver Bierhoff nach der Auslosung. "Wir treffen auf alte Bekannte. Ghana hatten wir 2010 in unserer Gruppe, 2012 (bei der EM, Anm.) hatten wir Portugal. Die USA in der Gruppe ist schon auch etwas ganz Besonderes. Jürgen (Klinsmann) und ich haben seit langem ein sehr, sehr gutes und inniges Verhältnis", lautete Löws erster Kommentar.

Pool E: Losglück für Schweiz

Besonderes Losglück hatte die Schweiz, die im Pool E neben Ex-Weltmeister Frankreich mit Ecuador und Honduras zwei leichte Gegner erhielt. Auch für Belgien, genauso wie die Eidgenossen aufgrund der Oktober-Weltrangliste als eines von acht Topteams gesetzt, ist in der Gruppe H gegen Algerien, Russland und Südkorea der angepeilte Achtelfinal-Aufstieg in Reichweite.

Pool C ausgeglichen

Der Pool C mit Kolumbien, Griechenland, Elfenbeinküste und Japan verspricht sehr ausgeglichen zu werden. Der neben Brasilien zweite große südamerikanische Titelanwärter Argentinien mit Weltfußballer Lionel Messi bekommt es in der Gruppe F mit dem einzigen WM-Neuling Bosnien-Herzegowina, Nigeria und dem Iran zu tun.

Bereits im zweiten Match steigt am 13. Juni 2014 in Salvador die WM-Neuauflage zwischen Spanien und den Niederlanden. Der Verlierer dieses Duells steht bereits unter enormen Druck, wenn Chile anschließend gegen Außenseiter Australien den erwarteten Sieg einfährt.

Schweigemoment für Nelson Mandela

Die Auslosung begann mit einem Schweigemoment für den südafrikanischen Nationalhelden Nelson Mandela. Es folgte ein 45-minütiger Showblock, ehe acht ehemalige Fußball-Größen in die Töpfe griffen und die WM-Gruppen ermittelten: Zinedine Zidane (FRA), Cafu (BRA), Mario Kempes (ARG), Lothar Matthäus (GER), Alcides Ghiggia (URU), Geoff Hurst (England), Fabio Cannavaro (ITA) und Fernando Hierro (ESP) zogen die Lose.

Ausgerechnet der ehemalige Juventus-Turin-Spielmacher Zidane war für die Konstellation in Gruppe D verantwortlich. Der französische Superstar zog nämlich Italien als erstes Team aus dem Europa-Topf. Italiens Teamchef Cesare Prandelli und seine Abordnung waren alles andere als erfreut. Zidane, der sich im nach Elfmeterschießen verlorenen WM-Finale 2006 in Deutschland gegen Italien nach einer verbalen Provokation seines Gegenspielers Marco Materazzi zu einer mit Rot geahndeten Tätlichkeit hatte hinreißen lassen, nahm es dagegen total gelassen.

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