Gruppe G: Frankreich auf Rachefeldzug -
Ex-Champ will Blamage vergessen machen

Weltmeister 1998 machte sich 2002 lächerlich Schweiz, Südkorea und Togo als Stolpersteine

Frankreich, Weltmeister 1998, geht wild entschlossen und als hoher Favorit in die WM-Vorrunden-Gruppe G. Zinedine Zidane und Co. bekommen es in Deutschland zunächst mit dem WM-Vierten Südkorea, den Senkrechtstartern aus der Schweiz und dem WM-Debütanten Togo zu tun.

Frankreich muss unter Teamchef Raymond Domenech vor allem die Blamage der WM 2002 vergessen machen. Als Titelverteidiger angereist, schoss man in Japan und Südkorea kein einziges Tor und verabschiedete sich gleich in der Vorrunde. Dass es diesmal ganz anders laufen wird, davon ist Superstar und Regisseur Zinedine Zidane felsenfest überzeugt: "Ich sehe niemanden außer Brasilien, der uns Schwierigkeiten bereiten könnte." Für das Ende der WM-Torflaute soll das prominente Sturmduo David Trezeguet/Thierry Henry sorgen.

Im Gegensatz zum EM-2008-Partner Österreich ist die Schweiz in Deutschland mittendrin im Geschehen. Dank des heiß umkämpften Relegationssieges in den (Skandal-)Partien gegen die Türkei. Die "Nati" erntete derzeit die Früchte ihrer Mitte der 90er-Jahre intensivierten Jugendarbeit, einer der Erfolgsgaranten ist der etablierte Teamchef Jakob "Köbi" Kuhn, der seit 2001 im Amt ist. Er kann auf Spieler zurückgreifen, die bei Topklubs wie AC Milan, Lazio Rom, Arsenal, Hamburger SV oder Olympique Lyon ihren Mann stehen.

Südkorea war 2002 WM-Vierter, die "Laufmaschinen" waren beim Heim-Turnier die große Sensation. Der damalige Erfolgscoach Guus Hiddink trat danach am Höhepunkt ab, die Quali für Deutschland (u.a. mit der Mega-Blamage beim 0:0 auf den Malediven) wurde dann wenig berauschend aber doch geschafft. Cheftrainer der "Roten Teufel" ist Dick Advocaat, also wie 2002 ein Niederländer.

Togo ist der einzige WM-Debütant der Gruppe G. Der Tag nach der erfolgreichen Quali wurde zum nationalen Feiertag gemacht, nun träumt das kleine westafrikanische Land, bei dem der derzeit vereinslose Ex-Admiraner Eric Akoto in der Quali zu den Stammkräften gehörte, vom Einzug ins Achtelfinale.

(apa/red)