Gruppe E: Italien - Offensiv-Fußball soll der
"Squadra" den vierten WM-Titel bescheren

Catenaccio hat unter Coach Lippi längst ausgedient

Für Italien lebt der Traum vom ersten WM-Titel seit 1982 weiter. In einem dramatischen Halbfinale besiegte die mit Stars gespickte Mannschaft Gastgeber Deutschland mit 2:0 nach Verlängerung und steht damit erstmals seit 1994 wieder im Endspiel.

Dass Italien nach wie vor nicht nur untrennbar mit Pizza, Spaghetti, Gelati oder Parmigiano, sondern auch mit Catenaccio in Verbindung gebracht wird, bringt Teamchef Marcello Lippi auf die Palme. "Es gibt noch immer diese negative Meinung über den italienischen Fußball, dabei gehört das Catenaccio doch längst der Vergangenheit an", erklärte der langjährige Juventus-Erfolgscoach. Bei der WM in Deutschland hat der dreimalige Weltmeister (zuletzt 1982) die große Chance, dies der gesamten Welt zu beweisen.

Der 57-jährige Lippi, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger Giovanni Trapattoni nicht zu den großen Entertainern abseits des Platzes gehört, vertritt die Meinung, dass die Offensive der beste Weg zum Erfolg ist. Das hat man auch am 1. März 2006 beim eindrucksvollen 4:1-Testspielerfolg gegen WM-Gastgeber Deutschland gesehen.

(apa/red)