Gruppe B: Klare Verhältnisse - England und
Schweden gelten als haushohe Favoriten

Bestenfalls Außenseiter-Chancen für Paraguay Trinidad & Tobago will mit Spaß am Fußball punkten

Die Rollen in der WM-Gruppe B sind klar verteilt. Als Favoriten auf den Achtelfinal-Einzug gelten England und Schweden, während Paraguay und Trinidad & Tobago bestenfalls Außenseiterchancen eingeräumt werden.

Alles andere als der Aufstieg in die Runde der letzten 16 wäre für die Engländer eine herbe Enttäuschung. Den Grundstein dafür kann der Weltmeister von 1966 mit Siegen in den ersten Gruppenpartien gegen Paraguay und Trinidad & Tobago legen, ehe zum Abschluss der große Schlager gegen die Skandinavier steigt, die gegen die Insel-Kicker seit 1968 nicht mehr verloren haben. Gewinnen die Engländer, würden sie als Gruppensieger voraussichtlich ein Achtelfinal-Aufeinandertreffen mit Deutschland vermeiden.

Im Gegensatz zur Eriksson-Elf werden die Schweden nicht zum engeren WM-Favoritenkreis gezählt. Dass die "Drei-Kronen"-Auswahl aber für Überraschungen gut ist, hat sie zuletzt bei der WM 1994 (Rang drei) unter Beweis gestellt. Hoffnungsträger der Schweden sind diesmal vor allem die Top-Stürmer Zlatan Ibrahimovic und Henrik Larsson sowie Mittelfeldspieler Frederik Ljungberg.

Prominentester Spieler bei Paraguay ist neben Bremen-Angreifer Nelson Valdez noch der Bayern-Stürmer Roque Santa Cruz, der erst kürzlich eine schwere Knieverletzung überwunden hat.

Einziger WM-Debütant in Gruppe B sind die Karibik-Kicker von Trinidad & Tobago, für die allein schon die Qualifikation für die Endrunde ein Riesenerfolg war. Dennoch zählt für den nach Einwohner gerechnet kleinsten WM-Teilnehmer mehr als nur der Olympische Gedanke: Vor allem Kapitän Dwight Yorke (früher unter anderem Manchester United, Aston Villa) brennt darauf, seinem ehemaligen Gastgeberland England ein Bein zu stellen.

(apa/red)