Grüne Welle ist für die Umwelt nachweislich besser als Geschwindigkeitsbegrenzungen

Staus kosten Sprit und erhöhen Schadstoffausstoß Umweltbelastung bei konstanter Fahrt am geringsten

Grüne Welle ist für die Umwelt nachweislich besser als Geschwindigkeitsbegrenzungen

Wenn es um Schadstoffemissionen und Feinstaub geht, wird häufig auf die "Bremse gedrückt" - zumindest bei den Autofahrern. Stadtpolitiker setzen gerne auf Geschwindigkeitsbeschränkungen, wenn es darum geht, einen Beitrag für die Umwelt leisten zu wollen. Da diese Maßnahmen von Fachexperten bezweifelt werden, hat der ÖAMTC gemeinsam mit der TU Wien die Auswirkung des Verkehrsflusses auf Schadstoff-Emissionen und den Kraftstoff-Verbrauch getestet. Das Ergebnis: Der Spritverbrauch steigt bei 'Stop and Go'-Betrieb im Vergleich zu flüssigem Verkehr um ein Drittel an. Beim Diesel-Fahrzeug legen die NOx- und NO2-Emissionen um das Doppelte zu!

Im Testverfahren wurden ein Diesel- und ein Benzinfahrzeug in typischen Stadtfahrsituationen miteinander verglichen. Das maximale Tempo wurde einmal mit 50 km/h und einmal mit 70 km/h gewählt. Analysiert wurden der Spritverbrauch und das Emissionsverhalten. Die Fahrzeuge mussten im Test eine Strecke von 6,3 Kilometer Länge zurücklegen. Einmal bei "Stop and Go"-Verkehr und einmal bei "Grüner Welle".

Die Ergebnisse im Detail
* Verbrauch: Egal ob bei Tempo 50 oder 70, der Verbrauch ist bei flüssigem Verkehr deutlich geringer als beim Stop and Go Verkehr", erklärt der ÖAMTC-Cheftechniker. "Für den Kraftstoffverbrauch ist sowohl für den Benziner als auch den Diesel der Verkehrsfluss ausschlaggebend."

* Feinstaub-Emissionen: Bei den Partikelemissionen zeigt sich, dass weder das Tempo noch der Fahrzyklus einen nennenswerten Einfluss auf das Messergebnis haben.

* NOx und NO2- Emissionen: Beim Diesel-Pkw steigen im "Stop and Go"-Betrieb mit der höheren Belastung des Motors auch die NOx und NO2-Emissionen deutlich an.

Tempolimits sind kein Allheilmitten
"Zusammenfassend kann man sagen, dass bei konstanter Fahrt die Belastungen für Umwelt und Geldbörse am geringsten sind. Staus kosten Sprit, erhöhen die Schadstoffemissionen und den Verbrauch. Tempolimits sind daher als umweltförderliche Maßnahme generell nicht sinnvoll. Zumindest nicht als Allheilmittel", erläutert der ÖAMTC-Experte die Testergebnisse.