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Grüne tasten sich in Linz Richtung Neubeginn

Ganztägiges Treffen in der Tabakfabrik

Die Grünen setzen einen weiteren vorsichtigen Schritt für einen Neubeginn auf Bundesebene. Am Samstag (5. Mai) treffen sie sich in der Linzer Tabakfabrik, um mit Experten über ihre Positionen zu den Themen Umwelt, Wirtschaft, Soziales und Demokratie zu diskutieren. Bis September will sich die Partei inhaltlich konsolidieren. Am 17. November findet dann ein Bundeskongress statt.

Die Veranstaltung unter dem Motto "Zukunft gestalten" ist eine Coproduktion von Bundessprecher Werner Kogler und der Grünen Bildungswerkstatt. Keynotes kommen von Datenschutzaktivist Max Schrems, Umweltökonomin Angela Köppl sowie von Can Yüce von der Bürgerbewegung "Barcelona en Comú".

Am Nachmittag sollen die erwarteten 500 Teilnehmer in zwölf Gruppen Antworten auf aktuelle politische Fragen finden, unterstützt etwa von Gleichbehandlungsanwältin Sandra Konstatzky oder dem TU-Verkehrswissenschafter Harald Frey. Die Ergebnisse dieser Brainstormings will man in die weitere Arbeit der Partei einfließen lassen. Auch ein "NextGenerationLab" junger Grün-Abgeordneter ist vorgesehen.

Begonnen hatte die Suche nach einer Zukunftsperspektive der aus dem Nationalrat gewählten Grünen im Februar in Wien. Nach Linz folgen ab 9. Mai nun weitere Veranstaltungen mit regionalen Schwerpunkten in den Bundesländern. Im Juli gibt es ein "European Ideas Lab" sowie eine Grüne Sommerakademie in Graz. Am 22. September soll in einem "offenen Symposium" in Wien all das zusammengeführt werden.

Für 17. November ist schließlich (noch ohne einen fixierten Veranstaltungsort) ein Parteitag angesetzt, bei den Grünen heißt dies "Bundeskongress". Dieser soll auch über die Zukunft Koglers als Bundessprecher entscheiden.

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