Grüne schalten im Skylink-Skandal Gang höher: Verkehrssprecherin droht mit Klagen

Außerdem für Untersuchungsausschuss im Nationalrat Wollen teure Abfertigungen für Vorstände verhindern

Grüne schalten im Skylink-Skandal Gang höher: Verkehrssprecherin droht mit Klagen © Bild: APA/Jäger

Die Grünen schalten im Skylink-Skandal einen Gang höher. Verkehrssprecherin Gabriela Moser droht mit Klagen und will gemeinsam mit Vizeparteichef Werner Kogler einen Untersuchungsausschuss im Nationalrat erwirken.

Die Grünen wollen u.a. verhindern, dass die Auflösung der Verträge der Vorstände, die erst 2009 für fünf Jahre verlängert worden waren, den Airport einige Millionen kostet. Ein möglicher Hebel könnte laut Moser "grobe Fahrlässigkeit bei der Erstellung der Verträge" sein, sagte die Verkehrssprecherin im Gespräch mit der APA.

Gesamterneuerung der Führungsebene
Ihr Argument: Bei der Erstellung der Verträge seien die Malversationen rund um die Terminalbaustelle bekannt gewesen. Moser fordert auch eine Gesamterneuerung der Führungsebene. "Wenn im Dezember die Gesamtführung der FlughafenAG nicht auf neue Beine gestellt und endlich ein professionelles Baumanagement installiert wird, werde ich rechtliche Schritte gegen die Mitglieder des Aufsichtsrates unternehmen", so Moser. Sie wolle diesebezüglich ein Gespräch mit Kleinanlegervertreter Wilhelm Rasinger führen und sich über mögliche strafrechtliche Konsequenzen, etwa Untreue, kundig machen.

Heben für U-Ausschuss suchen
Kogler kündigte bei einer Pressekonferenz an, einen Hebel für einen Untersuchungsausschuss auf Bundesebene, sprich im Nationalrat, zu suchen. Als solcher bietet sich nach Ansicht Mosers die Tatsache, dass Skylink vom Bundesrechnungshof geprüft wurde und dieser dem Nationalrat untergeordnet sei.

Ein weiteres Argument für eine parlamentarische Untersuchung wäre für die Grünen die Tatsache, dass der Terminal nur zu 40 Prozent den Ländern Wien und Niederösterreich gehöre und zu 60 und damit mehrheitlich - in den Händen anderer Aktionäre liege.

(apa/red)

Kommentare

skylink Wenn der Aufsichtsrat die Verträge für unfähige Manager grob fahrlässig verlängert und eine vorzeitige Ablöse dann Millionen kostet, dann müssen diese halt die unfähigen Aufsichtsräte bezahlen. Warum sonst heissen sie Aufsichtsräte.
Übrigens warum bekommen die Manager zu einem Jahresgehalt von ca. 250.000 € noch Bonis. Würden sie sonst um so einen geringen Betrag nicht arbeiten.
Aber warum bekommen sie bei erwiesener Misswirtschaft und ernormen Verlusten auch noch Boni.

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