Gründerboom in Österreich hält an: 16.000 neue Unternehmen bis jetzt angemeldet

Österreicher wagen sich in die Selbstständigkeit Frauenanteil bei Unternehmensgründungen wächst

Die Bereitschaft der Österreicher, sich selbstständig zu machen, hält an. Wie die Wirtschaftskammer mitteilte, wurden in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 15.917 Unternehmen neu gegründet. WKÖ-Präsident Leitl geht daher davon aus, dass im Gesamtjahr in etwa das Rekordergebnis von 2005 mit 31.000 Neugründungen erreichen werde und sich der Gründerboom fortsetzen werde.

Wie die Bilanz der vergangenen zehn Jahre zeigt, ist die Zahl der Neugründungen in Österreich seit 1995 um 118,9 Prozent gestiegen: 1995 wurden 14.161 Unternehmen gegründet, 2005 waren es 31.001. Es zeige sich, dass sich Instrumente wie das Neugründungsförderungsgesetz und dessen Novellierung durch die Regierung sowie das Gründer-Service der Wirtschaftskammern positiv auswirken, so Leitl.

Erfreulich sei auch, dass der Frauenanteil bei Unternehmensgründungen stetig steigt, teilte die WKÖ mit. Im ersten Halbjahr 2006 lag der Frauenanteil bei 36,4 Prozent, gegenüber 35,7 Prozent 2005.

Die meisten Unternehmen werden von Personen zwischen 30 und 40 Jahren gegründet. Die Verteilung der Unternehmensneugründungen auf Branchen gliedert sich wie folgt: Gewerbe und Handwerk (32,4 Prozent), Handel (29,6 Prozent), Information und Consulting (22,7 Prozent), Tourismus und Freizeitwirtschaft (9,8 Prozent), Transport und Verkehr (4,4 Prozent), Industrie (1,1 Prozent). 28 Prozent der Neugründungen von 2005 gehen in Wien über die Bühne, gefolgt von Niederösterreich (19,4 Prozent).

Viele Gründer wechseln aber nach wie vor mit ungenügender Vorbereitung und Planung in die Selbstständigkeit, so die WKÖ. Einer WKÖ-Studie zufolge gründen beispielsweise 48,4 Prozent der Gründer ohne Business-Plan. Unterstützung bietet hier laut Leitl das Gründer- Service. (apa)