Grün-Weiß im Gleichschritt: Mattersburger ringen Rapid in St. Hanappi hartes 2:2 ab!

Harter Kampf Mann um Mann: Zwei Platzverweise Mattersburg nach unauffälligem Beginn kampfstark

Rapid Wien und der SV Mattersburg haben sich im vorgezogenen Spiel der 29. Bundesliga-Runde mit einem 2:2 (2:2)-Unentschieden getrennt. Vor 14.500 Zuschauern im Wiener Hanappi-Stadion sorgte Martin Hiden (12.) für die Führung Rapids, Schmidt (19.) und Naumoski (26.) stellten das Spiel jedoch auf den Kopf. Bazina (44.) gelang aus Abseitsposition noch vor der Pause der Ausgleich.

Mattersburg (46 Punkte) bleibt nach dem "Duell um den zweiten Platz" damit weiter sechs Punkte vor Rapid (40) erster Verfolger von Red Bull Salzburg (61). Die Grün-Weißen könnten jedoch am Mittwoch bei Siegen von Ried oder Pasching (beide 38) vom UEFA-Cup-Rang verdrängt werden.

Mattersburg zeigte nach unauffälligem Beginn, dass man nicht zu Unrecht auf dem zweiten Tabellenplatz steht. Die Führung der zu Beginn tonangebenden Rapid-Elf durch einen Kopfball von Hiden (12.), der bei zwei Saisontreffern bisher nur gegen Mattersburg getroffen hat, stellten die Burgenländer durch Tore von Schmidt (19./Kopfball nach Mravac-Flanke) und Naumoski (26./Kopfball nach Atan-Eckball) auf den Kopf. Bei beiden Gegentreffern aus der Luft schien die Abwehr der Wiener unaufmerksam, die Torschützen bezwangen Goalie Payer jeweils unbedrängt.

Rapid, das von Trainer Peter Pacult mit einem offensiven 4-4-2 aufs Feld geschickt worden war, schien dem ohne die Stammkräfte Fuchs, Kühbauer und Jancker angetretenen Tabellennachbarn vor allem körperlich unterlegen. Mit Fuchs-Ersatz Mravac in der Viererkette versucht Mattersburg-Coach Lederer erfolgreich, das Flankenspiel der Wiener zu unterdrücken. Mit Glück schafften die Hausherren jedoch noch vor dem Pausenpfiff den Ausgleich: Bazina startete nach einem Hofmann-Pass aus klarem Abseits und bezwang Mattersburg-Torhüter Almer zum Ausgleich (44.).

Die zweite Spielhälfte startete mit einer Premiere. Für den an der Leiste verletzten Almer feierte Roland Gerdenitsch, die eigentliche Nummer drei im Tor, sein Debüt in der Bundesliga. In einer nun ruppiger werdenden Partie fand Torschütze Bazina per Fersler aus kurzer Distanz die beste Chance auf die Rapid-Führung vor (74.), Mattersburg-Kapitän Mörz versuchte per Freistoß (55.) und Fernschuss (79.) sein Glück. Rapid, das mehr Ballbesitz verzeichnete, wirkte nun bemühter, allerdings ohne den nötigen Druck aufs Tor zu erzeugen.

Zu Beginn der Rapid-Viertelstunde schwächten sich die Wiener selbst, Hlinka - erst in der 58. Minute für den unauffälligen Kavlak eingewechselt - sah wegen wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot (76.). Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit musste auch Mattersburgs Holenak vorzeitig unter die Dusche (88.). Schmidt setzte wieder per Kopf den möglichen Matchball über die Latte (93.).

SK Rapid Wien - SV Mattersburg 2:2 (2:2)
Wien, Hanappi-Stadion, 14.500, SR Meßner

Tore:
1:0 (12.) Martin Hiden
1:1 (19.) Schmidt
1:2 (26.) Naumoski
2:2 (44.) Bazina

Rapid: Payer - Vorisek, Valachovic, Martin Hiden, Katzer - Korkmaz, Hofmann (84. Bilic), Boskovic, Kavlak (58. Hlinka) - Kincl, Bazina

Mattersburg: Almer (46. Gerdenitsch) - Czismadia, Sedloski, Patocka, Mravac - Atan, Holenak, Schmidt, Mörz - Naumoski, Hanikel (86. T. Wagner)

Gelb-Rote Karten: Hlinka (76./Foulspiel) bzw. Holenak (88./Foulspiel)

Gelbe Karten: Hiden, Kincl, Katzer bzw. Mravac, Naumoski, Schmidt

(apa/red)