Grün-Weiß regiert die Bundeshauptstadt:
Austria Wien geht bei Rapid mit 1:4 unter

Kapitän Steffen Hofmann versenkt zwei Freistöße Hütteldorfer nach Verlustpunkten Tabellenerster

Grün-Weiß regiert die Bundeshauptstadt:
Austria Wien geht bei Rapid mit 1:4 unter

Österreichs Fußball-Rekordmeister Rapid ist wieder die Nummer eins in Wien. Die Hütteldorfer entschieden das 291. Wiener Derby gegen die Austria völlig verdient mit 4:1 (2:0) für sich und zogen damit in der Bundesliga-Tabelle am Erzrivalen (29 Punkte) vorbei. Mit einem Sieg am Mittwoch im Heim-Nachtragsspiel gegen Sturm Graz können Steffen Hofmann und Co. (31) nun auch die Tabellenspitze von Meister Red Bull Salzburg (34) aufgrund des besseren Torverhältnisses übernehmen.

In einer ausgeglichenen ersten Hälfte legten Steffen Hofmann (5./Freistoß) und Nikica Jelavic (17.) den Grundstein zum Rapid-Sieg. Nach einer Roten Karte für Austrias Jacek Bak traf Hofmann mit seinem achten Saisontreffer zum 3:0 (47.). Den Gästen, die damit weiterhin seit dem 2. Mai 2004 (2:1) im Hanappi-Stadion sieglos sind, gelang durch Matthias Hattenberger (56.) nur der Ehrentreffer. In der Schlussphase sorgte Hamdi Salihi noch für das 4:1 (89.) und für den höchsten Liga-Derby-Sieg für Rapid seit 10. März 1990 (6:3).

Zum Abschluss der 16. Runde bekamen die 17.800 Fans im ausverkauften Hanappi-Stadion eine packende Partie geboten. Die Hausherren verzeichneten dank grobem Schnitzer von Austria-Goalie Safar einen Traumstart. Der gebürtige Ungar verschätzte sich bei einer Hofmann-Freistoßflanke aus mehr als 30 Metern und musste schon nach fünf Minuten das erste Mal hinter sich greifen.

Vorentscheidung durch Jelavic
Keine Viertelstunde später war die Partie bereits vorentschieden. Unmittelbar nachdem der nach einem grippalen Infekt wieder vollkommen fitte, Payer einen Acimovic-Schuss weggefaustet hatte, kam der Ball via Boskovic-Idealflanke in den Rücken der Austria-Abwehr zu Jelavic und der Kroate ließ Safar mit einem Hechtkopfball keine Chance (17.).

Abgesehen von den beiden Gegentreffern war die Vorstellung der Austria vor der Pause durchaus zufriedenstellend, die Violetten waren ebenbürtig, aber im Abschluss nicht effizient genug. Hattenberger kam nicht richtig zum Kopfball (14.), und Payer konnte sich bei einem Schuss (17.) sowie Freistoß (33.) von dem erstmals mit einem Einzelbrustsponsor spielenden Acimovic auszeichnen.

Notbremse, Rot und das 0:3
Zur Pause wollte Austria-Coach Karl Daxbacher, der zu Beginn mit Almer, Baumgartlinger, Dragovic und Klein gleich vier A-Teamspieler auf der Bank gelassen hatte, mit der Einwechslung von Diabang als zweite Spitze frischen Schwung bringen. Die taktische Variante war allerdings schon nach rund 30 Sekunden zu vergessen: Bak riss den durchbrechenden Jelavic nach einem Eigenfehler nieder und bekam von Schiedsrichter Stuchlik zu Recht die Rote Karte präsentiert. Mit dem verhängten Freistoß, der über die Mauer hinweg genau im Kreuzeck landete, versetzte Kapitän Hofmann (47.) den Violetten endgültig den Todesstoß. Es war der 57. Bundesliga-Treffer (13. via Freistoß) des Regisseurs.

Die Gäste steckten aber trotz der numerischen Unterlegenheit nicht auf und kamen auch zumindest zum Ehrentreffer. Nach einem Acimovic-Freistoß drückte Hattenberger den Ball volley über die Linie (56.). Die Rapidler begnügten sich in Anbetracht der bevorstehenden zwei richtungsweisenden Wochen mit den Spielen gegen Sturm Graz (Mittwoch/Nachtrag), Salzburg (Sonntag/Meisterschaft) und dem Hamburger SV (2. Dezember/Europa League/beide auswärts) mit dem Verwalten des Resultats.

Jelavic (66.), Kavlak und Trimmel (81.) fanden bei den besten Chancen in der zweiten Hälfte ihren Meister in Safar, ehe Salihi in einer Aktion zweier Einwechselspieler nach schöner Vorarbeit von Kavlak noch auf 4:1 (89.) erhöhte. Rapid hat nach dem 121 Derby-Sieg (bei 65 Remis und 105 Niederlagen/Torverhältnis 562:476) nun von den jüngsten 32 Liga-Partien im eigenen Stadion nur zwei verloren.

SK Rapid Wien - FK Austria Wien 4:1 (2:0)
Hanappi-Stadion, 17.800 (ausverkauft), SR Stuchlik

Torfolge:
1:0 (5.) Hofmann (Freistoß)
2:0 (17.) Jelavic
3:0 (47.) Hofmann (Freistoß)
3:1 (56.) Hattenberger
4:1 (89.) Salihi

Rapid: Payer - Kulovits, Soma, Patocka, Katzer - Hofmann, Heikkinen, Pehlivan (85. Salihi), Boskovic (34. Kavlak) - Gartler (55. Trimmel), Jelavic

Austria: Safar - Standfest, Bak, Ortlechner, Suttner - Hattenberger - Sulimani (75. Klein), Junuzovic, Liendl (46. Diabang), Acimovic - Schumacher (49. Dragovic)

Rote Karte: Bak (46./Notbremse)
Gelbe Karten: Kulovits bzw. keine

(apa/red)

Kommentare

Wetten in Asien ;-)) Oder wie ist dieses Derby zu erklären?
1) die eigenartige Aufstellung von Daxbacher Dragovic und BAumi auf der Bank dazu ein Safar dem die fehlende Matchpraxis anzumerken war.
2) der Fehler von Safar nach zwei Minuten (so einen Fehler eines Routiniers sehr eigenartig)
3) die dumme Spielerei des zweiten Routiniers Bak gleich nach der Pause
4) kein Einsatz kein Wille bei der Austria zu erkennen dieses Derby wirklich zu gewinnen wollen

Spass beiseite ich glaube nicht das gewettet wurde aber die Punkte waren Spielentscheidend wobei den entscheidensten Fehler hat der Trainer gemacht mit der Aufstellung Ortlechner ist einfach kein Innenverteidiger für die oberste Spielklasse noch dazu wo die Austria mit Dragovic einen der besten in Österreich hat.

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